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Ortsheimatpfleger Albert Rosenegger (rechts) stellte den Kreisheimatpflegern die Epitaphien in der Haslacher Friedhofsmauer vor.

Traunstein. Große Resonanz fand das Treffen des Freundeskreises der Heimatpfleger im Landkreis Traunstein auf dem Moierhof in Traunstein-Haslach. Kreisheimatpfleger Dr. Christian Soika drückte seine Freude darüber aus, dass so viele die Gelegenheit zu zwanglosen und geselligen Gedankenaustausch wahrgenommen hätten. Er lobte vor allem den Ortsheimatpfleger von Haslach, Kreisarchivpfleger Albert Rosenegger, der die Veranstaltung vorbildlich organisiert hatte, sowie die Familie Wimmer als Eigentümer des Moierhofs, die bestens für die Bewirtung der Teilnehmer gesorgt hatte.


Oberbürgermeister Manfred Kösterke freute sich, dass das Treffen im Traunsteiner Ortsteil Haslach durchgeführt werde, der bis in die 1970er Jahre eine eigenständige Gemeinde gewesen sei. In früheren Zeiten sei Haslach Urpfarre für das Gebiet einschließlich Traunstein gewesen. Obwohl die Traunsteiner Kirche St. Oswald bereits 1342 erwähnt worden sei, sei sie bis 1850, als der Pfarrsitz nach Traunstein verlegt worden sei, lediglich Filialkirche von Haslach gewesen.

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Als Haslacher freute sich Rosenegger, dass Haslach durch die Veranstaltung in den Blickpunkt gerückt werde. Die meisten Leute würden zum Einkaufen nach Haslach fahren, sich aber jedoch keine Gedanken über die Entwicklung machen. Der erste urkundliche Nachweis stamme von 1140, als der Name in einer Urkunde des Klosters Baumburg erwähnt worden sei. »Der Ort dürfte aber viel älter sein«, meinte Rosenegger. Die Besiedelung sei vermutlich um die Jahrtausendwende vom Kloster Seeon aus geschehen.

Die Moierhof sei der älteste Hof in Haslach. Im Besitz der Familie Wimmer befindet sich eine Urkunde des Klosters Seeon mit dem Sigel des Abtes und Probstes aus dem Jahr 1715, die Roseneeger herzeigte. Bei einem kleinen Rundgang durch den Ort ging Rosenegger besonders auf die Pfarrkirche Maria Verkündigung ein.

Ein weiterer Höhepunkt des Treffens war die Vorstellung der Traunsteiner Straßenbücher der Autoren Werner-Paul Hellmuth und Helmut Kölbl vom Historischen Verein Traunstein. Kölbl sagte dazu, dass bisher 120 Straßen dokumentiert worden seien, etwa 160 stünden noch aus. Eine Veröffentlichung im Internet gebe es nicht. Diese Tatsache habe ihre Arbeit sehr erleichtert, weil sie durch diese Zusage die Zustimmung der Hauseigentümer zum Fotografieren ihrer Gebäude wegen des Datenschutzes viel leichter zu bekommen hätten. Diese Aussage löschte eine lebhafte Diskussion über den Datenschutz und das Urheberrecht, beispielsweise bei der Erstellung von Ortsbüchern und Ortschroniken aus. Bjr