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Viele wollen ein Volksfest

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Traunreut – Die Petition für ein Volksfest in Traunreut unterstützen mittlerweile rund 1000 Menschen. Per Online-Abstimmung sagten bislang 200 Bürger Ja zum Volksfest und in die ausliegenden Unterschriftenlisten trugen sich auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts 800 Bürger ein. Für den Initiator der Petition, Florian Brandl, sind diese Reaktionen ein Beleg dafür, dass viele Bürger für ein Volksfest eintreten.


Der 29-jährige Traunreuter hatte zunächst eine Abstimmung im Internet gestartet, um ein Stimmungsbild einzuholen. Um jene Bürger zu erreichen, die nicht im Internet unterwegs sind, legte er auch in den Geschäften Unterschriftenlisten auf. Er und seine Mitstreiter wollen damit erreichen, dass in Sachen Volksfest und Volksfestplatz etwas vorangeht. Traunreut brauche einen dauerhaften Festplatz, auf dem neben einem Volksfest auch Veranstaltungen wie ein Zirkus stattfinden können, sagte Brandl. Weiter betont er, dass in den Geschäften, Märkten, Cafés oder Tankstellen die Unterschriftenlisten auch weiterhin ausliegen. »Wenn wir alle eingesammelt haben, werden wir die Listen an Bürgermeister Klaus Ritter übergeben.«

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Der Besuch des Traunreuter Volksfestes ließ in den vergangenen Jahren zu wünschen übrig. Selbst neue Konzepte wie eine verkürzte Festwoche, von der man sich einen intensiveren Besuch erhoffte, fruchteten nicht: Aus dem Volksfest wurde die Wies'n, aus den Volksfesttagen ein Herbstfest. Im vergangenen Jahr wurde das Frühlingsfest ein »Sommerfest.« Grund dafür war eine Absage der Schausteller, die Ende Januar vergangenen Jahres ihre Zusage zurückgezogen hatten. Der damalige Festwirt vermutete, dass sich die Schausteller die besten Festorte ausgesucht hätten, zu denen Traunreut nun einmal nicht gezählt habe.

Daraufhin hatte sich der Stadtrat darauf verständigt, eine kleine Gruppe zu bilden, die sich mit dem Thema Volksfest intensiv beschäftigen sollte. Die »Volksfestgruppe« sollte einen neuen Standort suchen, denn wie berichtet wurde am bisherigen Standort eine Flüchtlingsunterkunft errichtet. Der Vorschlag, an der Eichendorffstraße in der Stadtmitte 130 000 Euro zu investieren, um dort die nötige Infrastruktur für ein Volksfest zu schaffen, wurde vom Stadtrat abgelehnt.

Nach Angaben von Brandl habe Bürgermeister Ritter bei einer Veranstaltung der Freien Wähler kürzlich geäußert, dass der Volksfestausschuss eine Anwohnerbefragung zum Thema »Traunreuter Volksfest zentrumsnah an der Eichendorffstraße« durchführe. In dieser Befragung werden die Anwohner darauf hingewiesen, dass im Falle eines Volksfestes im Herbst 2017 mit einer erhöhten Lärmbelästigung und zeitweiligen Zufahrtsbeschränkungen zu rechnen sei. Nach dieser – mittlerweile abgeschlossenen – Befragung soll sich der Volksfestausschuss dann wieder mit dem Thema auseinandersetzen.

Wie bereits berichtet, soll als Ersatz für das heuer ausgefallene Volksfest im Oktober auf dem Stadtplatz ein dreitägiges Fest veranstaltet werden. ga