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Viele Weichen wurden gestellt

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Grassau. Viele Weichen wurden im ereignisreichen Jahr 2013 in Grassau gestellt, so eröffnete Bürgermeister Rudi Jantke die Jahresabschlusssitzung des Marktgemeinderats im Sporthotel Achental.


Zu den größten Maßnahmen zählte die Sanierung der Ortsmitte Mietenkam mit Ausgaben von 510 000 Euro. Für den neuen Dorfladen konnte auch eine Pächterin gefunden werden. Im April soll der Laden öffnen und auch der neue Versammlungsraum nutzbar sein. Im kommenden Jahr steht die Verschiebung der Mietenkamer Straße mit der Neugestaltung der Seitenflächen und des Dorfplatzes an. Auch konnten wieder Flächen für den Einheimischenbedarf für 288 000 Euro angekauft werden. Für Straßenerneuerungen gab die Gemeinde 227 000 Euro aus. Größte Maßnahme war die Brücke Kendlmühle.

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Für die Ganztagsschule wurde ein Anbau für 155 000 Euro realisiert und die Schule erhielt zudem eine neue Sprachalarmierung sowie neue Toilettenanlagen für rund 140 000 Euro. Die größte Baumaßnahme war der neue Sitzungssaal mit 470 000 Euro. Die Bauarbeiten am Rathaus zur Schaffung neuer Büroräume im ehemaligen Sitzungssaal haben ebenfalls bereits begonnen. In Rottau konnten der Kindergarten und das Arzthaus mit einer umweltfreundlichen Heizanlage für 111 000 Euro ausgestattet werden. Weiter erinnerte Jantke an den Kunstrasenplatz am Sportplatz, der für 245 000 Euro hergestellt wurde, sowie an das neue Feuerwehrfahrzeug (95 000 Euro) und die Garage für die Bergwacht (Zuschuss 34 000 Euro).

Als die wohl wichtigste Entscheidung im vergangenen Jahr nannte der Rathauschef den geplanten Neubau des BRK-Gebäudes mit Notarztstation. Dies sei von großer Bedeutung für das gesamte Achental. Auch die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses wurde beschlossen. Auf den neuen Wertstoffhof am Kreisverkehr werde man noch bis zum Herbst warten müssen, informierte er, denn diese Landkreismaßnahme müsse europaweit ausgeschrieben werden. Zu den wichtigsten Ereignissen zählte er zudem die Eröffnung des neuen Golfplatzes wie auch die Erweiterung der Asylbewerberunterkunft.

2013 war auch ein Jahr der großen Veranstaltungen. Jantke rief die Feste zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Grassau und Tscherms, die Jahrestagung der »Allianz in den Alpen« sowie die Klimaschutzkonferenz und den Tag der Bioenergie-Region Achental in Erinnerung. Höhepunkte seien die Hauptalmbegehung und der Almbauerntag gewesen. Zudem konnte der neue Sitzungssaal eingeweiht und das neue Feuerwehrfahrzeug geweiht werden. Groß gefeiert wurde die Primiz von Simon Tyrolt.

Nachdenklich machte den Bürgermeister das Hochwasserereignis. Die Naturkatastrophen nehmen zu, Stürme, Dürren, Überschwemmungen werden in noch nicht da gewesenen Ausmaßen kommen, zitierte Jantke einige Klimaforscher. »Und auch bei uns sind solche Katastrophen nicht ausgeschlossen«, sagte er. Inzwischen werden Auswirkungen eines HQ 1000 (eines tausendjährigen Hochwassers) berechnet. Sollte dies einmal geschehen, werde das gesamte Achental und auch Grassau überschwemmt. »Der Hochwasserschutz dürfe keine Sonntagsreden von Politikern werden. Sofortiges Handeln ist angesagt«, mahnte er.

Mittelfristig müssen die Energiewende und der CO2-Ausstoß verringert werden. »Wir bemühen uns, diese großen Herausforderungen anzunehmen. Wir werden zwar die Klimaerwärmung nicht verhindern können, haben aber unseren kleinen Beitrag geleistet«, so Jantke. Somit müsse auch weiterhin das angestrebte Ziel der Energieunabhängigkeit bis 2020 weiter vorangetrieben werden. tb