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Viele Unwettereinsätze in der Region - Klobenstein Kapelle nahezu vollständig zerstört

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Eine rund 30 Meter hohe Fichte ist während des Sturms in der Nacht auf Dienstag auf das Dach der Klobenstein-Kapelle in Traunstein gefallen.

Traunstein – Die Kapelle am Klobenstein ist nahezu vollständig zerstört. In der stürmischen Nacht auf Dienstag fiel eine Fichte auf den Kirchenbau. Wegen der Sturmschäden ist auch der Wanderweg am linken Traunufer flussabwärts zwischen der Kläranlage und dem Klobenstein gesperrt.


Wie die Stadt Traunstein mitteilt, ist die rund 30 Meter hohe Fichte genau auf das Dach der Kapelle gefallen und hat enormen Schaden angerichtet. Der umgefallene Baum blockiert darüber hinaus den Weg entlang des Klobensteins. Der Weg bleibt gesperrt, bis Mitarbeiter des Stadtforsts die Fichte mit einem Stammdurchmesser von mehr als einem Meter beseitigt haben.

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Die Feuerwehr Traunstein wurde zudem am frühen Dienstagvormittag in die Höllgasse gerufen. Dort musste ein Bauzaun gesichert werden, der ungenügend befestigt war und an dem der Sturm rüttelte.

Nicht nur die Große Kreisstadt hatte mit den Folgen des Föhnsturms zu kämpfen. Stürmischer Wind mit orkanartigen Böen hat in der Nacht zum Dienstag, besonders aber am frühen Vormittag zu rund 25 Einsätzen der Feuerwehren im gesamten Landkreis geführt. Einsatzschwerpunkt war der südliche Landkreis Traunstein. Die Einsatzkräfte mussten umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste von Straßen und Wegen räumen. Mancherorts waren Straßensperrungen notwendig, weil es wegen immer wieder auftretender, starker Böen für die Feuerwehrleute zu gefährlich gewesen wäre, die Bäume zu beseitigen. Wo dies der Fall war, wurde abgewartet, bis der Sturm deutlich nachgelassen hatte oder gänzlich vorüber war. Durch den Sturm oder dessen Folgen verletzt wurde nach Informationen der Feuerwehren niemand.

Auch Autobahn 8 war betroffen

Nach und nach wurden am Dienstag ab 6 Uhr immer mehr Feuerwehren zur Beseitigung von Sturmschäden alarmiert. Für die Wehren Grabenstätt und Übersee war die Staatsstraße 2095 erster Einsatzort. Dort mussten mehrere Bäume zerschnitten und beseitigt werden, um für freie Fahrt im morgendlichen Berufsverkehr zu sorgen. Umgestürzte Bäume waren auch der Grund für eine zeitweilige Sperrung der Autobahn 8 zwischen Grabenstätt und Bergen in Fahrtrichtung Salzburg. Die Feuerwehren Grabenstätt und Übersee unterstützten die Autobahnmeisterei, entfernten die Hindernisse und lenkten den Verkehr. In beiden Fahrtrichtungen kam es zu erheblichen Staus und Verkehrsbehinderungen.

Die Feuerwehr Oberwössen musste auf der Bundesstraße 305 auf der Strecke zum Masererpass umgestürzte Bäume wegräumen. Rund ein Dutzend Bäume, die die Bundesstraße 305 auf Höhe von Ramsler blockierten oder sich gefährlich tief in die Fahrbahn neigten, hielten die Feuerwehr Ruhpolding in Atem. Ein sofortiges Beseitigen war wegen des anhaltenden Sturms unmöglich und zu riskant, sodass der Straßenabschnitt komplett gesperrt werden musste. Die Straßenmeisterei sorgte im Laufe des Dienstags dafür, dass die Bäume beseitigt wurden.

Mehrere Unwettereinsätze abzuarbeiten hatte auch die Feuerwehr Inzell, unter anderem wurde ein großer Baum an der Schmelzer Straße zur Gefahr für Verkehrsteilnehmer und Anwohner. Der Baum musste beseitigt werden. Dazu wurde ein Kranwagen angefordert und auch die Drehleiter der Feuerwehr kam zum Einsatz. Die Schmelzer Straße war für längere Zeit gesperrt. Erst gegen 11 Uhr konnten die Inzeller Feuerwehrler wieder einrücken.

Dach abgedeckt: Eigentümer im Urlaub

In Eisenärzt wurde in der Dorfstraße das Dach eines Hauses vom Sturm teilweise abgedeckt, es bestand die Gefahr, dass lose Dachschindeln auf die Straße geschleudert werden und Menschen verletzen könnten. Da sich der Eigentümer des Hauses im Urlaub befindet, musste zunächst mit der Polizei abgeklärt werden, inwieweit die Feuerwehr absichern darf. Die Gefahr wurde schließlich durch Sperrung des Gehwegs und im Umfeld des betroffenen Hauses beseitigt.

Mit der Behebung von Unwetterschäden und dem Freiräumen von Straßen hatten am Dienstagvormittag auch die Feuerwehren Siegsdorf, Holzhausen und Kirchanschöring zu tun. Bei allen Unwettereinsätzen, die für die Feuerwehrler nicht ungefährlich waren, wurde niemand verletzt. pv