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»Viele Schutzengel an Bord«

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Glück im Unglück hatten die Chieminger Schüler, die in diesem Bus saßen: Sie blieben unverletzt, wenn  auch  einige  über Atemnot klagten. Ein Ersatzbus brachte die Jugendlichen nach Hause. Sie waren auf Abschlussfahrt in Italien.

Chieming – Die Heimreise von ihrer Abschlussfahrt in die Toskana endete für die Abschlussschüler der Mittelschulen Chieming und Obing mit einem großen Schreck: Auf der Brennerautobahn nahe der Mautstation bei Sterzing fing ihr Reisebus an zu brennen. Die Schüler blieben zum Glück unverletzt, wenn auch einige über Atemnot und Übelkeit klagten.


Der Schreck saß bei einigen der 44 Schüler bei ihrer Ankunft am späten Freitagabend tief. Doch die meisten nahmen den Zwischenfall gelassen und freuten sich kurz vor Mitternacht, endlich wieder zu Hause zu sein. Auch bei den Eltern war eine große Erleichterung spürbar. Sie waren der Meinung, dass da »viele Schutzengel an Bord gewesen sind«.

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Am Morgen hatte sich die Gruppe mit 30 Obinger und 14 Chieminger Schülern sowie fünf Lehrkräften auf die Heimreise von ihrer Abschlussfahrt aus Montecatini Terme begeben. Hinter ihnen lagen fünf lustige und ereignisreiche Tage. Gegen Mittag sei es schon ziemlich heiß gewesen, erzählt der 16-jährige Tobias. Er und seine Mitschüler hätten das aber auf die Klimaanlage geschoben, die schon auf der Hinfahrt nicht einwandfrei funktioniert habe. Bei einer Rast habe der Busfahrer dann einen kurzen Check gemacht, aber wohl keinen Defekt festgestellt. Anschließend sei die Fahrt fortgesetzt worden und man habe sich etwas gewundert, dass nach gut zehn Minuten viele vorbeifahrende Fahrzeuge hupten. Wenig später sei es dann »brutal heiß« im Bus geworden und gerade in den hinteren Reihen habe es nach Öl gerochen. Das Hupen habe nicht aufgehört und ein LKW habe den Bus dann regelrecht zum Rausfahren gedrängt. Da sei vom Boden und aus der Lüftung bereits Rauch gekommen. Der Busfahrer habe dann gut reagiert und an der Autobahnausfahrt bei Sterzing gestoppt.

Laut den beteiligten Einsatzkräften stand der Motorraum des Busses in Vollbrand, hatte aber das Innere noch nicht erreicht. Ohne große Panik konnten sich alle Schüler und Lehrer schnell in Sicherheit bringen und hatten wohl richtig viel Glück im Unglück. Denn die meisten Fahrgäste blieben unverletzt. Rund 15 Schüler klagten zwar kurzzeitig über Atemnot und Übelkeit. Sie wurden vorsichtshalber in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo sie ambulant versorgt wurden. Die übrige Reisegruppe wurde zu einem großen Einkaufszentrum gebracht. Von dort aus konnten dann alle – auch die Schüler, die kurz behandelt werden mussten – mit einem Ersatzbus die Heimreise antreten.

Bei dem Bus, der Feuer gefangen hatte, soll nach ersten Meldungen ein Totalschaden entstanden sein, denn der Motorraum brannte vollständig aus. ac