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Viele kennen den »Chiemgauer« nicht

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Traunstein. Internationales Publikum bei der jüngsten Chiemgauer-Veranstaltung: Wirtschaftswissenschaftler der ungarischen Universität Kaposvar und Mitarbeiter eines japanischen Forschungsinstituts waren ins Café Lenz gekommen, um sich über die Regionalwährung zu informieren.


Im Mittelpunkt der Berichte des Vorsitzenden Christophe Levannier und der Traunsteiner Regionalgruppenleiterin Elke Mathe standen aber der Ausblick auf die Zehn-Jahres-Feier der Regionalwährung und damit verbundene Werbemaßnahmen.

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Spontane Umfragen in Traunstein und Rosenheim

Denn, so hörte man von den internationalen Besuchern, viele Bürger in der Region wüssten mit dem Begriff Chiemgauer teilweise noch wenig anzufangen, wie man bei spontanen Umfragen in Rosenheim und Traunstein mitbekommen habe.

So gibt es die bizarre Situation, dass Besucher etwa aus Japan und Ungarn extra für den Chiemgauer in die Region kommen, dass aber die Regionalwährung in ihrer Heimat selbst noch keineswegs allgemein bekannt ist. Somit habe, wie Levannier feststellte, der Chiemgauer wohl noch eine größere Außen- als Innenwirkung.

Das aber soll sich ändern: Ziel müsse es sein, dass 70 Prozent der Bevölkerung selbstverständlich mit dem Chiemgauer zahlen. Dazu sei es aber auch notwendig, wie aus den Reihen der Besucher angemerkt wurde, dass noch deutlich mehr Geschäfte auch Kartenzahlung per Chiemgauer akzeptierten.

Das zehnjährige Bestehen der Chiemgauer-Regionalwährung im nächsten Jahr soll Anlass sein, dafür ordentlich die Werbetrommel zu rühren. Die zentrale Veranstaltung wird, so kündigte Levannier an, vom 3. bis 5. März ein Regiogeld-Kongress in Traunstein sein. Die Vorbereitungen dafür seien längst angelaufen.

Ein Kongress ist im März 2013 geplant

Bei dem Kongress werde es Workshops geben, die sich unter anderem mit Schwerpunkten wie Regionalgeld und Kommunen, Banken und Tourismus beschäftigen. Aber es wird auch Fachworkshops für Leute geben, die sich mit Geldtheorie oder Eurokrise befassen wollen. he