weather-image
14°

Viele Gläubige kamen zum Großen Kienberg

2.0
2.0
Bildtext einblenden
Sehr viel Gläubige aus den umliegenden Gemeinden fanden in diesem Jahr an Mariä Himmelfahrt den Weg zum Großen Kienberg, um den Verstorbenen der Bergwacht Inzell und des Sportclubs Inzell zu gedenken. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Zur traditionellen Bergmesse am Großen Kienberg, die SC Inzell und Bergwacht seit den 1960er Jahren gemeinsam an Mariä Himmelfahrt zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder veranstalten, waren in diesem Jahr besonders viele Gläubige zum Gipfelkreuz gekommen.


Pater Heribert Niederschlag zelebrierte die Messe bereits zum 40. Mal. Niederschlag sagte, er bewundere die Gottesmutter Maria in ihrer Lebensweise, und erinnerte auch auf diesem Weg an den Feiertag Mariä Himmelfahrt. Der Gottesdienst wurde musikalisch begleitet von den Stoaner Sängern und der »Skihütten Musi«.

Anzeige

Mit einem beeindruckenden Jodler, der die vielen Bergbesucher sogleich auf den Gottesdienst einstimmte, begann die Messe. Pater Niederschlag verglich eine Bergtour mit dem wirklichen Leben, denn wer einen Gipfel erklimme, müsse auch Strapazen auf sich nehmen. So sei es auch im richtigen Leben, wenn man Schwierigkeiten bewältigen müsse oder der Umgang mit der Gesellschaft nicht ganz reibungslos ablaufe. »Doch dafür gibt es Mitmenschen, die uns zur Seite stehen und uns ermutigen«, so der Pater.

In seiner sehr emotionalen Predigt ging der Geistliche darauf ein, wie der Engel des Herrn Maria erschienen ist und ihr die frohe Botschaft überbrachte. »Willst Du die Mutter des Herrn werden?«, war dessen Frage und Maria willigte sogleich ein. Was der heilige Geist will, wird gelingen. Auf dem Weg zu Elisabeth wurde sie auch als »Mutter meines Herrn« begrüßt, was ihr den Stellenwert ihrer Aufgabe noch mehr unterstrich.

In den Fürbitten ging Bergwachtler Hans Pauli auf die derzeitige Entwicklung in der Welt ein und gedachte den verstorbenen Mitgliedern. Mit dem Lied »Großer Gott wir loben Dich« ging die diesjährige Messe am Gipfelkreuz des Großen Kienbergs zu Ende.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Bergbesucher noch die Möglichkeit, sich für den Abstieg zu stärken. Es gab an der Inzeller Skihütte noch Brotzeit und Getränke und bei traumhaftem Bergwetter wurde dieses Angebot auch ausgiebig genutzt, sodass alle Plätze besetzt waren. hw