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Viele Fragen, kaum Kritik

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Übersee – Mehr Fragen und Anregungen als Kritik äußerten die Überseer Bürger nach der Bürgerversammlung im Gasthaus Hinterwirt (wir berichteten bereits ausführlich). In nur 15 Minuten hatte Bürgermeister Marc Nitschke den Informationsbedarf aus dem Kreis der mit rund 130 Personen zahlreich vertretenen Bürgerschaft abgearbeitet.


Das Dauerthema »Gemeinschaftshaus für Senioren und seine Realisierung« war Gegenstand der Anfrage von Dr. Josef Parzinger. »Wir haben ein Grundstück und einen Betreiber und somit alle Hausaufgaben gemacht«, war die Antwort des Bürgermeisters. Alles hänge jetzt am OK des Grundstückseigentümers, mit dem man sich jedoch prinzipiell einig sei. Es werde mit einem längeren Genehmigungsverfahren gerechnet und einem Baubeginn 2017 oder 2018.

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»Es ist nach wie vor eine Grundstücksfrage«, antwortete der Rathauschef auf die Frage von Hans Wiedemann nach dem zweiten Dauerthema in der Gemeinde, dem gewünschten Fahrradweg nach Mietenkam. Aus Sorge um Fußgänger und Radfahrer schlug Werner Bauernfeind eine Tempo-30-Zone auf dem Straßenabschnitt vom Gasthaus Hinterwirt bis zur Hauptstraße vor. Das werde geprüft, meinte der Bürgermeister.

Wahrlich ins Zeug legte sich Ludwig Gramelsberger für den Erhalt der Mini-Unterführung am Sichlerweg. Sie könne wegen Baufälligkeit nicht mehr saniert werden, meinte Nitschke. Es gebe drei Varianten: eine Erneuerung der Eisenbahnunterführung in der jetzigen Höhe von 1,5 Meter mit der bekannten Unfallgefahr, eine Erneuerung mit einer Aufweitung und einer sehr hohen Kostenbeteiligung der Gemeinde und ein Zuschütten des maroden Bauwerks. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, man warte auf eine Rückmeldung der Bahn.

Ob man gegebenenfalls nötige Baumaßnahmen am 50 Jahre alten Schmutzwasserkanal bei der jetzigen Sanierung der Feldwieser Straße berücksichtigt habe, wollte Franz Wilk wissen. Wegen des möglichen, sogenannten Inliner-Verfahrens seien Eingriffe in die Baumaßnahmen nicht erforderlich, war die Antwort.

Die Äußerung der Verantwortungsträger, man habe verkehrstechnisch am Chiemseeufer nunmehr alles im Griff, wollte Andreas Maier so nicht stehen lassen. Nach seinen Beobachtungen gebe es nach wie vor zugeparkte Fahrradwege. Man habe diesen sensiblen Bereich weiterhin im Auge und werde gravierende Störungen abstellen, sicherte der Rathauschef zu. bvd