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Viele Besucher beim Fohlenmarkt in der Chiemgauhalle

Traunstein. Auf reges Interesse stieß der Fohlenmarkt, den der Pferdezuchtverband Oberbayern am Freitag Vormittag in der Traunsteiner Chiemgauhalle in Zusammenarbeit mit der heimischen Kaltblut-Zuchtgenossenschaft Traunstein und Berchtesgadener Land veranstaltete. Die Haflinger- und Kaltblut-Fohlenauktion war die erste in diesem Jahr, entsprechend groß war auch der Beucherandrang. Es kamen viele Fohlen zur Auktion, die auf einen hervorragenden Stammbaum verweisen können.

Bereits ab 9 Uhr fanden sich viele Interessierte und Züchter in der Chiemgauhalle ein, besichtigten die Fohlen und nutzten die Möglichkeit für ein Gespräch unter Fachleuten. Später wurden die Fohlen im Freilauf bei der ersten Fohlenmusterung präsentiert und von einer Richterkommission um den Ersten Vorsitzenden des Pferdezuchtverbandes Oberbayern, Florian Schelle, bewertet. Die besten Fohlen wurden mit einer Rosette ausgezeichnet.

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Mittags war dann der Höhepunkt der Veranstaltung: Die Auktion, bei der 31 Fohlen zur Versteigerung angeboten wurden. Die Chiemgauhalle war dabei gut besucht und gefüllt, viele Besucher wollten sich die Versteigerung als ein besonderes Ereignis nicht entgehen lassen oder steigerten selbst mit.

Auktionator Michael Walser verstand es immer wieder, den Anwesenden Gebote zu entlocken; entweder, indem er nochmals zum Mitbieten aufforderte oder auch, indem er einzelne Personen humorvoll direkt ansprach: »Bieten sie mit. Sie haben hier zwei Kinder dabei. Was meinen sie, was sie heute Abend für einen Ärger haben.« Letztlich gingen aber viele Fohlen an einige wenige Bieter.

Die Preisspanne bewegte sich hierbei im Schnitt um die 700 Euro, wobei es aber auch »positive« Ausreißer für die Verkäufer nach oben gab. Allen voran dabei das Auktionsfohlen mit der Nummer 21 vom Besitzer Florian Wörndl aus Bernau, das es auf stolze 1550 Euro brachte. Der Käufer kam vom Irschenberg. Auch bei der Katalog Nummer 18 wurde es mit 1120 Euro ein vierstelliger Betrag, das Fohlen wechselte von einem Züchter in Riedering nach Oberhaching.

Insgesamt wechselten bei der Versteigerung knapp 20 000 Euro den Besitzer. Die Fohlen und die Stuten werden nach der Trennung wohl noch ein paar Stunden Trauer zeigen und auch so mancher Züchter und hier vor allem den Kindern dürfte die eine oder andere Trennung schwergefallen sein.

Der Erste Vorsitzende des Pferdezuchtverbandes Oberbayern, Florian Schelle, zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung weitgehend zufrieden, auch wenn Preise und die Menge der angeboten Fohlen in den vergangenen Jahren schon einmal deutlich höher gewesen waren. »Aber die Preise waren besser wie im vorherigen Jahr und der Besuch ist sehr zufriedenstellend.« Auch Herbert Bischof, Vorsitzender der Kaltblut-Zuchtgenossenschaft Traunstein zeigte sich zufrieden: »Die Qualität ist gut, nur die Preise könnten besser sein.«

Den Abschluss der Auktion bildete dann noch die Verlosung von zwei Fohlen. Hier hatte es Auktionator Walser nicht ganz leicht: Waren doch die beiden ersten Losinhaber nicht mehr auffindbar.

Umso größer war die Freude bei Anita Hennes aus Kammer und Wolfgang Lamminger aus Teisendorf, als sie die beiden gezogenen »Ersatzglücklichen« waren und sich über ein Haflinger- und ein Kaltblut-Stutfohlen freuen konnten. Noch in der Halle wurde dann kurzerhand getauscht, so dass das besser zu der jungen Dame passende Haflinger-Stutfohlen eine neue Besitzerin fand und der junge Teisendorfer nun stolzer Eigentümer eines Kaltblut-Stutfohlens ist. Bilder von der Fohlenauktion gibt es auch unter www.traunsteiner-tagblatt.de zu sehen. awi