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Viel Lob vom Umweltminister

Die Heimatliebe gewinnt in Zeiten der Globalisierung und des demografischen Wandels eine ganz neue Bedeutung. Sie ist die Wurzel des ehrenamtlichen Engagements zur Entwicklung der heimischen Region. Seit Jahren fördern Menschen in Fridolfing mit Aktionen den Stellenwert ihrer Heimat. Dieses hohe und vielseitige Engagement wurde nun im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum Tag der Regionen mit einem kleinen Festakt gefeiert.

Der Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Marcel Huber, eröffnete als Schirmherr die Veranstaltung, deren Mittelpunkt ein herbstlicher Bauernmarkt war. Zugleich wurde das zehnjährige Jubiläum von Agenda 21-Fridolfing und die Etablierung des kommunalen Leitbildes vor fünf Jahren gefeiert. Minister Huber unterstrich, dass Fridolfing aufgrund dieser beiden Jubiläen und wegen seiner landschaftlich reizvollen Lage der ideale Ort für die Eröffnung sei.

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»Fridolfing zeigt uns eindrucksvoll, welches Potenzial in unseren bayerischen Regionen liegt«, sagte er. Dieser Bauernmarkt symbolisiere Regionalität und Nachhaltigkeit. Er mache bewusst, welch qualitativ hochwertige Produkte vor der Haustür entstehen. Überdies stehe er für kurze Wege durch Frische, für das Vermeiden ökologischer Belastungen und für die Unterstützung der heimischen Wirtschaft. »Es freut mich besonders, dass die Gemeinde mit ihrem Entwurf eines Leitbildes ihre Ziele zur nachhaltigen Entwicklung stets fest im Blick hat«, betonte der Minister.

Der Klimawandel und die demographische Entwicklung stellen besondere Herausforderungen dar. Es gehe daher auch darum, die hohe Qualität in der medizinischen Versorgung zu halten. »Denn wir wollen unseren Kindern eine Welt hinterlassen, die ebenso schön, reich und vielfältig ist wie jene, die wir vorgefunden haben«, betonte der Minister und dankte dem Aktionsbündnis »Agenda 21« für den Einsatz zugunsten eines Dorfes, das Lebensqualität und Heimat auch für künftige Generationen schafft.

»Es freut uns, dass sich Bürger aus allen Altersgruppen und allen Ortsteilen der Gemeinde an der Agenda-Bewegung beteiligten. Unser Ziel war und ist es, gemeinsam aktiv an der Zukunft für uns, für unser Dorf und für unsere Kinder zu bauen«, sagte Fridolfings Bürgermeister Johann Schild.

Staatsminister Huber nutzte dann noch die Gelegenheit, um sich über die einzelnen Projekte und Aktionen während des Agenda-Prozesses im Detail zu informieren. Eine Ausstellung im Zelt, mit der man eine Bilanz der zehnjährigen Arbeit zog, machte die Agendathemen in den einzelnen Arbeitskreisen anschaulich. Dann ging es weiter zu den Marktständen. Hier machte er sich ein Bild von der regionalen Produktvielfalt und widmete sich den Sorgen und Nöten der Aussteller.

Die BBV-Obmänner Johann Obermayer und Franz Huber zeigten dem Minister gentechnikfrei angebaute und aus der diesjährigen Ernte stammende Sojabohnen eines Fridolfinger Bauern. Beim Gespräch mit Huber machten die beiden deutlich, dass fast alle Bauern im Ort gentechnikfrei füttern und gentechnikfrei anbauen. Der Minister lobte: »Ihr seid auf dem richtigen Weg.«

Bürgermeister Johann Schild und einige Gemeinderäte, überreichten Huber auch noch eine Resolution der Gemeinde, in der sie die energetische Nutzung der Unteren Salzach fordern. ca

Fotos: Hans Lamminger