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Viel Lärm um alten Lärm gemacht

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Traunstein. Die Veröffentlichung der »Lärmkarten 2010« des Bayerischen Landesamtes für Umwelt sorgte am Donnerstag im Traunsteiner Stadtrat für Diskussionen. Im »Lärmbelastungskataster Bayern« will das Landesamt eine Karte von Traunstein veröffentlichen, in der die Bereiche in der Stadt, die besonders stark belastet sind, dargestellt werden. Weil die Daten, welche die Grundlage für die Karte gebildet haben, aus dem Jahr 2010 stammen und längst überholt sind, beschloss der Stadtrat, die Veröffentlichung zurückzustellen. Derzeit wird ja an einem Verkehrsgutachten für Traunstein gearbeitet. Sobald dieses vorliegt, soll die Angelegenheit neu bewertet werden.


Die auf der Verkehrszählung aus dem Jahr 2010 basierende Kartierung ist überholt, weil ja inzwischen die Nordostumfahrung fertig ist. Außerdem wurde entlang der Bundesstraße zwischen Salinenstraße und Heilig Geist die etwa 600 Meter lange Lärmschutzwand errichtet. Die Wasserburger Straße, bis zur Fertigstellung der Nordostumfahrung die Straße mit der höchsten Verkehrsbelastung im Stadtbereich, ist inzwischen zur Kreisstraße herabgestuft. Aktuell soll auch die Lärmbelastung im Bereich Schwimmbad und Daxerau reduziert werden, weil dort das Tempolimit auf 70 km/h festgelegt wird. Bisher durfte man 80 km/h fahren.

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Es würde »ein schiefes Bild in der Öffentlichkeit geben«, wenn man die Karte in dieser Form veröffentlichen würde, sagte Oberbürgermeister Manfred Kösterke. Nach kurzer Diskussion beschloss der Stadtrat einstimmig, das Thema zurückzustellen. -K.O.-