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Viel Applaus für die Kirchanschöringer Kapelle

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Umfangreich war das Repertoire der Musikkapelle Kirchanschöring. Im Bild ist die Trompeten- und Flügelhorn-Sektion zu sehen. (Foto: Albrecht)

Kirchanschöring. Der Kirchanschöringer Kapellmeister Rüdiger Koslik und seine Musikanten hatten wieder eine ausgezeichnete Auswahl getroffen mit den Musikstücken für ihr Stefanikonzert, mit dem sie wie immer ihr Publikum im Gasthaus Felberwirt begeisterten.


Musikalisch begrüßt wurden die Gäste mit dem abwechselnd von der Kapelle und dem »Ribinger Zwoagsang« – begleitet von Thomas Reiter auf der Ziach – vorgetragenen Weihnachtslied »Stille Nacht, heilige Nacht«. Schon das erste Stück des eigentlichen Konzerts, der schwungvolle »Konzertmarsch Danubia«, ließ dann auf die gute Stimmung und Verfassung der Kapelle schließen, die auch das Publikum sofort in gute Stimmung brachte.

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Wie schon im vergangenen Jahr führte auch heuer wieder Korbinian Roider sehr gekonnt mit humorvollen Anekdoten, aber auch recht schneidenden Bemerkungen über die gängige Politik, von der kommunalen bis zur europäischen Ebene, durch das Programm.

Lang anhaltender Applaus für schneidige Darbietung

Quasi sich selbst feierte die Blaskapelle mit dem zweiten Stück, der flotten Polka »Auf unsere Blasmusik«. Das Publikum zeigte sich ebenfalls einverstanden mit dem Titel und spendete anhaltenden Applaus für die schneidige Darbietung. Als Kontrapunkt steuerte der »Ribinger Zwoagsang«, die Sängerinnen Christine Huber und Katharina Schnerfinger, als nächstes und zwischendurch während des gesamten Konzertes, gefühlvoll und ausdrucksstark heimische Lieder bei.

Hochklassisch stieg die Blaskapelle wieder ins Konzert ein mit einem Medley bekannter Stücke aus dem reichen Fundus der 28 Verdi-Opern. Dabei waren Stücke, die auch für nicht nur an klassischer Musik Interessierte schon fast zu Ohrwürmern geworden sind, aus »La Traviata«, »Aida«, »Rigoletto«, »Der Troubadour« und »Nabucco«. Es war aber sicher nicht nur die Musik selbst, sondern auch die Blaskapelle Kirchanschöring, die den reichen Applaus für die Stücke verdiente.

Eine der Säulen der Blaskapelle, der langjährige Flügelhornist und stellvertretende Kapellmeister Andreas Maier, kam zum Zug als Solist bei »Im schönen Donautal« von Hans Hartwig. Maier machte das Beste daraus und zeigte vor allem beim technisch anspruchsvollen und sehr lebendigen Allegretto famos sein Können. Mit dem Strauß-Walzer »Wein, Weib und Gesang« verabschiedete sich die Musikkapelle Kirchanschöring in die Pause.

Dann nahmen Kapellmeister Rüdiger Koslik und Vorstand Rupert Roider eine ganz besondere Ehrung vor. Anton »Toni« Gruber ist heuer seit 30 Jahren in der Kapelle. In dieser Zeit, so Koslik, sei Gruber auch für 22 Jahre kapelleninterner Ausbilder an Klarinette, Trompete und Tenorhorn gewesen sowie für 18 Jahre Zweiter Kapellmeister. Insgesamt bringe es Gruber inzwischen auf 67 Jahre als Musikant, denn schon bevor er die Kirchanschöringer verstärkte, war Gruber in anderen Kapellen der Gegend sogar als Kapellmeister tätig gewesen. Auch als offiziell aus der Kapelle verabschiedetem Altmusikanten stünden Gruber die Türen zum Proberaum und, wenn er wolle, auch für die Mitwirkung als aktiver Musikant immer offen, beteuerte Koslik.

Nach der Pause zeigten die etwa 20 Nachwuchs-Musikanten der Kapelle mit den Stücken »Barcarole und Can Can« und »Hornblowers Farewell«, dass es um die Zukunft der Blaskapelle Kirchanschöring sehr gut bestellt ist. Die Kapelle selbst meldete sich mit dem flotten Marsch »Erinnerung an Trient« zurück, mit dem sie gleich wieder viel Applaus erntete.

Mit zwei Zugaben ging das Konzert zu Ende

Dann kamen die großen Minuten der Saxofon-Solisten Robert Vordermayer, Günther Wendlinger, Kathrin Eder und Sarah Eidenhammer beim »Sax-Swingers-Solo«. Sehr modern ging es auch beim Udo-Lindenberg-Medley her, bei dem Ausschnitte aus »Rudi Radlos«, »Hinter dem Horizont« und »Alles klar auf der Andrea Doria« zu hören waren. Dabei ging allerdings nicht die Andrea Doria unter, sondern die Kapelle, und zwar im Applaus.

Dass die Kirchanschöringer Kapelle bis zum Schluss für gute Laune sorgen kann, bewies sie auch mit ihrem letzten offiziellen Stück »Blasmusik macht Laune«, einem Marsch. Mit den stürmisch verlangten Zugaben, der Polka »Musikantenfrauen« und der schottischen Ballade »Auld Lang Seyn«, ging das Konzert zu Ende. Wer nicht das Glück hatte, das Konzert beim Felberwirt zu hören, bekommt noch eine Chance, nämlich wenn es am 12. Januar, um 14 Uhr in der Aula der Kirchanschöringer Schule wiederholt wird. al

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