weather-image
21°

Viel Applaus für alpenländisches Liedgut

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Mit drei neu einstudierten Liedern überraschten die Schlechinger Sänger. (Foto: Wunderlich)

Schleching. Das »Schlechinger Frühjahrssingen« ist seit 1978 Tradition – und zieht immer wieder die Menschen an: Der Saal im Gasthaus zur Post war wieder voll bei der Veranstaltung des Trachtenvereins »D' Gamsgebirgler« und der Schlechinger Sänger.


Die »Goldtropfmusi« stimmte auf den Abend ein. Die Musikanten spielen seit 1985 alpenländische Volksmusik aus dem Berchtesgadener Land. Falk Lexhaller an der Gitarre und Max Danzl am Hackbrett sind Gründungsmitglieder. Die Ziach spielte Bernhard Seidl in Vertretung von Willy Weber und am Kontrabass war Michi Scheil zu hören, der seit 1986 dabei ist. Die Musikanten sind alle in Bad Reichenhall verwurzelt.

Anzeige

Anders beim »Dreiwinklgsang«, der zu jedem gemeinsamen Singen einen langen Weg auf sich nehmen muss; denn jeder kommt aus einem anderen »Winkl«, woraus sich auch der Name ergeben hat. Seit 2007 singen Regina Dittrich (Schliersee), Michi Scheil (Piding-Rupertiwinkel) und Erika Dettendorfer (Nußdorf am Inn) regelmäßig zusammen. In Schleching trugen sie althergebrachtes und zum Teil vergessenes Liedgut vor, aber auch selbst »Dazua-gstricktes«. Passend zum Frühling wurden unter anderem Lieder wie »Und im Langs do hob i halt im Tal koa Ruah« und »Bua wannst an Fink hörst, da kimmt das Auswärts« angestimmt.

Durch den Abend führte Heinrich Abfalter. Er sorgte den ganzen Abend mit seinen vorgetragenen Gedichten für Heiterkeit und hatte die Lacher auf seiner Seite. Aber auch Besinnliches gab es zum Nachdenken, immer verpackt in Mundart-Versen.

Seit Mai 1998 spielt die »Kirchleitn Saitenmusi« nach dem Vorbild des Ensembles Tobi Reiser als Saitenmusik in einer Sextett-Besetzung, mit Renate Ganslmeier am Hackbrett, Rudi Ritter an der Zither, Birgit Krug mit der Harfe, Stefan Huber am Kontrabass und diesmal mit Veronika Schlagbauer an der Begleitgitarre. Es wurden Stücke von Tobi Reiser, aber auch selber »Gstrickte« gespielt.

Seit über 50 Jahren sind bei den Schlechinger Sängern Hannes Prasser (Zweite Stimme) und Sebald Bachmann (Dritte Stimme) dabei, dazu gekommen sind Konrad Anner (Erste Stimme) und Rudi Ritter als Bass- und Zitherbegleitung. Sie überraschten mit drei neu einstudierten Liedern.

Zum Schluss gab's von allen noch eine Zugabe

Die Schlechinger Weisenbläser waren mit Konrad Anner am Ersten Flügelhorn, Sepp Bachmann am Zweiten Flügelhorn, Vinzenz Bachmann am Tenorflügelhorn und Wolfgang Zaiser an der Tuba mit feinen Weisen zu hören.

Das Schlechinger Frühjahrssingen ist geprägt durch traditionelles bayerisches und alpenländisches Liedgut, das auf diese Weise erhalten bleibt, und immer wieder viele Anhänger nach Schleching führt.

Trachtenvorstand Andi Hell dankte den Mitwirkenden und den vielen Helfern im Hintergrund. Die Gäste gaben reichlich Applaus, was dazu führte, dass alle Gruppen noch eine Zugabe spendierten und ein schöner Abend in ausgelassener Stimmung endete. wun