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Viehhauser aus dem Gemeinderat verabschiedet

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Aus gesundheitlichen Gründen stellte Gemeinderatsmitglied Peter Viehhauser den Antrag, ihn von diesem Ehrenamt zu entbinden. Schweren Herzens sprach sich das Gremium dafür aus und Bürgermeister Bernd Gietl (links) überreichte ihm die Ehrenurkunde für sein engagiertes Wirken. Viehhauser war zudem gemeindlicher Umweltbeauftragter. (Foto: Humm)

Bergen. Aus gesundheitlichen Gründen stellte Gemeinderat Peter Viehhauser (Grüne Liste Bergen) den Antrag, ihn von diesem Ehrenamt zu entbinden. Das Gremium erteilte nun in seiner jüngsten Sitzung – der ersten im neuen Rathaus – sein Einverständnis dazu.


»Uns allen fällt diese Entscheidung sehr schwer«, stellte Bürgermeister Bernd Gietl fest. Er würdigte die fachliche Kompetenz Viehhausers, der auch gemeindlicher Umweltreferent war und mit großem Engagement und viel Menschlichkeit seit Mai 2008 ehrenamtlich im Gemeinderat tätig gewesen sei. Gietl überreichte als Anerkennung die Ehrenurkunde.

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Als Listennachfolgerin rückt Sabine Babl nach. Die Vereidigung erfolgt in der nächsten Gemeinderatssitzung am 21. November. Das Gremium erteilte das gemeindliche Einvernehmen.

Beauftragt mit der Organisation des nächsten Bergen-Treffens, das Bergen im Chiemgau im Mai 2015 ausrichtet, wurde vom Gemeinderat erneut Ernst Lüdiger. Einen Vortrag zum Thema »Asylrecht« hielt Florian Amann vom Landratsamt Traunstein zusammen mit Sachgebietsleiter Rudolf Mühlbauer.

Amann verwies auf das Grundrecht »Asyl« und gab bekannt, dass der Landkreis Traunstein vier Prozent der Asylbewerber, die in Oberbayern ankommen, aufzunehmen habe. Nach seinen Ausführungen seien die Gemeinschaftsunterkünfte Engelsberg und Grassau mit je 90 Personen bereits voll ausgelastet.

Das Landratsamt müsse auf Anordnung übergeordneter Behörden für eine dezentrale Unterbringung weiterer Asylbewerber sorgen. »Landratsamt und Kommunen sind dazu gesetzlich verpflichtet«, sagte er. Nach seinen Worten sind derzeit im Landkreis Traunstein 299 Asylbewerber untergebracht, zum Jahresende sollen es 381 sein und 2014 müsse der Landkreis Traunstein 707 Asylbewerber unterbringen.

Derzeit seien in Bergen zehn Asylbewerber untergebracht. Gietl sagte dazu, in seiner Gemeinde lebten derzeit Menschen aus 20 Nationen. Amann betonte, die Kommunen haben die Aufgabe, Wohnräume für Asylbewerber zu suchen. Dazu zählten neben Pensionen und Gasthöfen auch Privatunterkünfte.

Maria Kraus-Osenstetter (Grüne Liste Bergen) gab die Gründung eines Netzwerkes in Bergen bekannt, das sich um die Betreuung der Asylbewerber kümmert. So gab es bereits eine Kleidersammlung, auch Sprechstunden beim Arzt gebe es für Asylbewerber am Ort.

Beim Tagesordnungspunkt »Verschiedenes« kündigte der Bürgermeister Arbeiten des Flussbauamtes an, das zwischen 14. November und 5. Dezember den Schlipflweiher ausbaggere. OH

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