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Veterinäramt ordnet Aufstallungspflicht an

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Nach dem Fund von 18 toten Vögeln am Chiemsee greift nun auch das Landratsamt Traunstein durch. Alle Tierhalter, die Geflügel in einem Bereich von bis zu drei Kilometer vom Chiemsee entfernt halten, müssen ab sofort ihr Geflügel aufstallen. Bereits gestern hat das Landratsamt Rosenheim eine entsprechende Verordnung erlassen.


Das bedeutet, dass die Tiere in geschlossenen Ställen oder unter einem Dach gehalten werden. Zudem darf ein seitliches Eindringen von Wildvögeln nicht möglich sein. Die Eingänge zu den Geflügelhaltungen müssen mit geeigneten Einrichtungen zur Schuhdesinfektion versehen sein. Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestands dürfen nicht freigelassen werden.

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Die Allgemeinverfügung wird erlassen, um ein unnötiges Risiko für das Hausgeflügel zu vermeiden. Rund um den Chiemsee wurden 18 verendete Reiherenten aufgefunden, bei denen der Subtyp H5 bereits nachgewiesen ist. Deshalb besteht der dringende Verdacht, dass es sich um die Geflügelpest handelt. Das Friedrich-Löffler-Institut ist noch dabei, diese offene Frage zu klären.

 Für Menschen besteht keinerlei Gefahr. Dr. Wolfgang Krämer, Leiter des Traunsteiner Gesundheitsamts: „Bisher hat sich am Influenzavirus H5N8 weltweit noch kein Mensch angesteckt. Dieser Virus-Subtyp ist bereits seit einigen Jahren bekannt. Es gibt weiterhin auch keine Hinweise für eine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung mit aviären Influenzaviren.“

Wer in der Nähe von Seen und Flüssen einen toten Wildvogel findet, sollte sich an das Veterinäramt Traunstein, Telefon 0861/58-450, wenden.