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Verwaltungsgericht weist Klage ab

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Ruhpolding – Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Bau eines Wohnhauses im Bebauungsgebiet »Am Zellerberg« in Ruhpolding (wir berichteten mehrmals) ist die Bauherrin mit einer Klage beim Verwaltungsgericht München gescheitert: Das Gericht wies die Klage, mit der die Bauherrin eine nachträgliche Baugenehmigung für die bereits ausgeführten Änderungen an ihrem Wohnhaus erlangen wollte, ab.


Das Verwaltungsgericht begründete die Entscheidung im Wesentlichen damit, dass das Gebäude entgegen der Ortsgestaltungssatzung der Gemeinde Ruhpolding ohne Dachüberstände ausgeführt worden sei. An der Wirksamkeit der Ortsgestaltungssatzung und an der Verhältnismäßigkeit der sich für die Bauherrin aus der Ortsgestaltungssatzung ergebenden Einschränkungen bestünden keine Zweifel. Insbesondere seien in Ortsgestaltungssatzungen regelmäßig auch Anforderungen an Dächer (hier konkret: Satteldächer mit einem Dachüberstand von mindestens 80 Zentimeter) zulässig, da Dächer in besonderem Maß das Gesamtbild einer Gemeinde bestimmen und Ausdruck eines ortsüblichen und landschaftsgebundenen Baustils sind, wie er häufig in Oberbayern anzutreffen ist. Die anderen, für sich genommen genehmigungsfähigen Änderungen des Gebäudes konnten als Bestandteil eines Gesamtvorhabens nicht isoliert genehmigt werden und deshalb auch nicht zu einem teilweisen Erfolg der Klägerin im gerichtlichen Verfahren führen, so das Verwaltungsgericht.

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Sollte die Bauherrin gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen wollen, kann sie innerhalb von einem Monat beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof die Zulassung der Berufung beantragen. fb