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Vertritt der Osterhase etwa den Nikolaus?

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Der Ottinger Theaternachwuchs spielt am Wochenende vier Einakter (von links): Chiara und Pauline Maierhofer sowie Lukas Thaller proben für das Stück »Der Nikolaus kommt«. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Man stelle sich vor: Der Nikolaus hat sich ein Bein gebrochen. Wer soll ihn jetzt vertreten und die Geschenke an die Kinder verteilen? Petrus hat keine Lust, will lieber in Urlaub fahren, auch das Christkind mag nicht. Lediglich der Osterhase würde einspringen. Aber: Will man wirklich einen hüpfenden »Weihnachtsmann«? Dieses lustige Szenario ist einer von vier Sketchen, die die Jugendgruppe des Theatervereins am Samstag um 20 Uhr und am Sonntag um 19 Uhr im Gasthaus Oberwirt in Otting spielt. Und das Besondere daran: Der Eintritt ist für alle frei.


Lustiges, Spannendes und (beinahe) Tödliches versprechen die vier Stücke, die der Ottinger Theaternachwuchs aufführt. Etwa 35 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 20 Jahren sind mit Begeisterung dabei und harren der Generalprobe und den darauf folgenden zwei Aufführungen entgegen. Die meisten von ihnen haben bei den alljährlichen Märchenaufführungen oder der Ottinger Stallweihnacht schon Bühnenluft geschnuppert. Und mit Margit Thaller, Gina Maierhofer, Rosi Seehuber, Bettina Seehuber und Birgit Bleibinger stehen dahinter engagierte Frauen, die selber gern schauspielern und in diesem Fall die Kinder mit ihrem Elan und ihrer Begeisterung mitziehen. Das Stück mit dem verletzten Nikolaus trägt den nachvollziehbaren Titel »Vertreter gesucht«. Auch in einem weiteren Spiel geht es um den Nikolaus: »Der Nikolaus kommt« heißt es, und zu sehen ist dabei eine einzigartige Nikolausfeier, wie sie nur bei »Herbert und Schnipsi« passieren kann. Zum Totlachen ist der Einakter »Wer ist der Hirsch im grünen Wald«: lustig, dramatisch und tödlich – das Ganze in Reimform, was zusätzlich zu einem Riesenspaß beiträgt.

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Stück Nummer vier schließlich ist die Gruselkomödie »Dann waren's nur noch neun«. Dabei geht es um Tote, aber auch um Geister und solche, die es werden können. Kindergruppen treffen sich in einer alten Villa zu einer Freizeit unter dem Grusel-Motto. Aus dem Spaß aber wird bald Ernst. Eine geheimnisvolle Hand aus dem Nichts bringt nacheinander die Freizeitteilnehmer um – aber nicht wirklich: Sie leben alle als Geister weiter, können daher nicht mehr gesehen werden. Das dahinter steckende Geheimnis wird erst ganz am Schluss gelüftet. he