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Verteidiger gehen in Revision

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Traunstein – Das Traunsteiner Landgerichtsurteil um die Brandkatastrophe mit sechs Toten in Schneizlreuth wird vorläufig nicht rechtskräftig.


Die Zweite Strafkammer hatte gegen den 47-jährigen Geschäftsführer einer Event-Firma am Freitag wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung eine Haftstrafe von drei Jahren verhängt (wir berichteten). Die Verteidiger, Frank Starke aus Bad Reichenhall und Harald Baumgärtl aus Rosenheim, berichteten gestern auf Anfrage unserer Zeitung, sie wollten die Entscheidung durch den Bundesgerichtshof überprüfen lassen. Das könne erfahrungsgemäß einige Monate dauern. Die Staatsanwaltschaft hat indes noch nicht entschieden, ob sie etwas gegen das Urteil unternimmt.

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Nachdem die Zweite Strafkammer letzte Woche mit dem Urteil auch Haftfortdauer angeordnet hatte, bleibt der seit seiner Festnahme am 2. Juni 2015 fast durchgehend inhaftierte 47-Jährige weiterhin in Untersuchungshaft. Diese Zeit wird nach Rechtskraft des Urteils auf die Freiheitsstrafe angerechnet. kd