weather-image
15°

Verstärkte Kontrollen zur Faschingszeit

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Bereits ab 0,3 Promille können Führerscheinentzug, Punkte und ein Bußgeld drohen. Wer unbeschwert das närrische Treiben genießen will, sollte das Auto stehen lassen. (Foto: HUK-COBURG)

In der Faschingszeit wird die Polizei wieder verstärkt Alkohol- und Drogenkontrollen durchführen. Das kündigte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd an.


Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss werden hart bestraft. Neben einem Fahrverbot von mindestens einem Monat und mehreren Punkten auf dem Flensburger Punktekonto, drohen den Alkohol- und Drogensündern empfindliche Geldstrafen, die nicht selten ein Monatseinkommen übersteigen. Durch den Verlust des Führerscheines kommen häufig auch noch berufliche Konsequenzen hinzu.

Anzeige

Der Bußgeldkatalog sieht bereits bei 0,5 Promille Alkohol oder bei einem nachweisbaren Drogenkonsum eine Geldbuße von wenigstens 500 Euro, vier Punkte in der Verkehrssünderkartei und mindestens einen Monat Fahrverbot vor. Die Sanktionen verdoppeln und verdreifachen sich entsprechend, wenn jemand bereits ein- oder mehrmals von der Polizei erwischt worden ist. Noch teurer wird es für diejenigen Verkehrssünder, die mit mehr als 0,3 Promille oder im Drogenrausch einen Verkehrsunfall verursachen oder 1,1 und mehr Promille Alkohol intus haben. Diese Fahrer müssen sich dafür vor Gericht verantworten, was neben einer Eintragung in die Verkehrssünderkartei eine entsprechende Geldstrafe und regelmäßig einen längeren Führerscheinentzug zur Folge hat. Für die ganz »Hartgesottenen« schließt sich übrigens bei 1,6 und mehr Promille oder im Wiederholungsfall automatisch die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) an, die richtig teuer ist. Die Fahrerlaubnisbehörde prüft dann auch vor einer Wiedererteilung der Fahrerlaubnis erst einmal, ob der Betroffene überhaupt geeignet ist, erneut ein Fahrzeug zu führen.

Damit es nach den wilden Faschingstagen zwar möglicherweise ein verkatertes, aber hoffentlich kein böses Erwachen gibt, rät die Polizei: Wer bei einer Faschingsfeier nicht auf Alkohol verzichten möchte, sollte bereits vorher abklären, wie er wieder sicher nach Hause kommt, ohne selbst fahren zu müssen. Hat man keine private Mitfahrgelegenheit, sollte man auf öffentliche Verkehrsmittel und Taxen zurückgreifen. Auch wenn eine Fahrt mit dem Taxi auf den ersten Blick teuer erscheint, ist das allemal billiger als der Verlust des Führerscheins.

Nicht zu unterschätzen ist der Restalkohol am nächsten Morgen. Der Körper baut etwa 0,1 Promille in der Stunde ab. Reichlich Alkoholgenuss am Vortag kann zur Folge haben, dass man auch am nächsten Morgen nicht fahrtauglich ist.