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Vermisstensuche nach 21-jährigem Trailrunner am Watzmann: Einsatz unter schwierigen Bedingungen

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Watzmann: Vermisstensuche nach 21-jährigem Trailrunner – Großeinsatz von Polizei und Bergwacht am Watzmann/Königssee
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Die Suche nach dem 21-Jährigen läuft. Derzeit liegt am Watzmann noch mehr Schnee als auf diesem Foto, das von einem Rettungseinsatz vor einigen Tagen stammt. Aufgrund der Sicht und der Wetterverhältnisse kann derzeit kein Hubschrauber eingesetzt werden. Wer hat den jungen Mann am Wochenende am Berg gesehen? (Foto: Montage; l. BRK BGL, r. Polizei Polizei Berchtesgaden)

Schönau am Königssee/Ramsau – Der 21-jährige Trailrunner Valentin Wappler aus dem Kreis Augsburg wird seit Freitag am Watzmann vermisst. Der erfahrene Bergläufer wollte offenbar eine »andere« Route als gewöhnlich auf den Berg nehmen, wie seine Eltern der Polizei Berchtesgaden mitteilten. Nach dem jungen Mann wird seit Sonntag unter schwierigen Bedingungen gesucht.

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»Der junge Mann schrieb seiner Mutter am Freitag um 13.30 Uhr, dass er nun aufbreche. Seitdem gibt es keinen Kontakt mehr«, berichtete der Berchtesgadener Polizeibeamte Gerhard Benischke dem »Berchtesgadener Anzeiger« bereits am Sonntagvormittag. Die Suche nach dem Bergsteiger läuft seit Sonntagfrüh – wegen Schneefall, Nebel und stellenweise hüfthohem Schnee unter erschwerten Bedingungen.

Bekannt ist nur, dass er am Hammerstiel-Parkplatz sein Auto abgestellt hat und nicht über den Normalweg auf den Watzmann gehen wollte. Der junge Mann reiste am Freitag alleine von München aus an, um den Watzmann zu besteigen. Wie die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dürfte er sich entweder im Bereich der Wiederroute (Kleine Ostwand) oder des kleinen Watzmanns (Watzmannfrau) befinden.

Der Vermisste ist wahrscheinlich mit einer braunen Berghose, einer orangen Daunen-Regenjacke und mit Bergschuhen bekleidet. Nachdem gestern bereits mehrere Suchmannschaften der Bergwacht in Einsatz waren, wird heute versucht, bei einsprechenden Sichtverhältnissen auch mit dem Hubschrauber und einer Drohne im tief verschneiten Watzmann-Gebiet weiter zu suchen. Wer Hinweise auf den Aufenthalt des Vermissten geben kann, soll sich unter der Telefonnummer 08652/9467-0 an die Berchtesgadener Polizei wenden.

Der 21-jährige Valentin Wappler war am Freitag von München nach Berchtesgaden gefahren. Während der Fahrt telefonierte er noch mit seinem Vater und sagte, er wolle den Watzmann besteigen. Jedoch nicht auf dem »Normalweg«, sondern »anders«. Er stellte seinen Wagen am Hammerstielparkplatz ab. Dann schickte er die Nachricht an seine Mutter. Seitdem gibt es kein Zeichen mehr von ihm.

Es handelt sich bei dem Vermissten um einen erfahrenen Trailrunner, der bereits die Watzmannüberschreitung an einem Nachmittag gegangen ist. »Da er seine Laufschuhe in seinem Auto zurückgelassen hat, gehen wir davon aus, dass er seine richtigen Bergschuhe trägt«, so Benischke.

Rund 30 Einsatzkräfte der Bergwachten Ramsau und Berchtesgaden, des Technikbusses der Bergwacht-Region Chiemgau und der BRK-Wasserwacht Berchtesgaden suchten auf Anforderung der Polizei den Sonntag über das Watzmann-Gebiet zu Fuß, mit einer Drohne und mit Ferngläsern ab, wobei Nebel, Schneefall und stellenweise hüfthoher Schnee die Suche erheblich erschwerten.

Sie kontrollierten die Almen und Schutzhütten und mehrere Gipfel- und Wandbücher, fanden aber keine konkreten Hinweise auf den Vermissten. »Die Spuren sind zugeschneit und für den Hubschrauber ist es derzeit zu neblig«, so der Polizeibeamte. Eine Handyortung sei auch nur aus der Luft möglich und war somit am Sonntag nicht machbar.

Die BRK-Wasserwacht suchte den Rinnkendlsteig vom Wasser aus per Fernglas ab und brachte Einsatzkräfte per Boot nach Sankt Bartholomä, die über die Eiskapelle in Richtung Ostwand-Einstieg und über den Neiger nach Salet gingen. Weitere Trupps stiegen zum Mooslahnerkopf und weiter in Richtung Kleiner Watzmann auf, wobei sie wegen der widrigen Verhältnisse auf Höhe des Gendarms umkehren mussten. Im Watzmannkar und in Richtung der Watzmannkinder kamen die Trupps aufgrund des zum Teil hüfthohen Schnees nur sehr langsam voran.

Eine zusätzliche Mannschaft war am Watzmannhaus (Falzkopf) und in Richtung Hocheck unterwegs; weitere Einsatzkräfte im Wimbachgries, am Südspitz-Abstieg und im Gebiet zwischen Kühroint, Herrenroint, Schapbach, Grünstein-Abstieg und Mitterkaseralm, wobei sie aus der Luft vom Drohnen-Team des Technikbusses unterstützt wurden. Der Kriseninterventionsdienst der Bergwacht kümmerte sich während der Suche um die Eltern des Vermissten.

Die Suchaktion wird heute fortgesetzt. Bei entsprechenden Sichtverhältnissen werden auch ein Hubschrauber und eine Drohne zum Einsatz kommen, um im tief verschneiten Watzmanngebiet weiter nach dem Vermissten zu suchen.

Wer kann einen Hinweis auf den Verbleib des 21-Jährigen aus dem Landkreis Augsburg geben? Wer hat ihn gesehen? Die Polizei Berchtesgaden, Telefon 08652/94670, bittet um Hinweise.

Annabelle Gabriel/red/BRK BGL

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