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Vermieten wird wieder eine Perspektive

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Kirchanschöring – Bei der Jahreshauptversammlung des Verkehrsvereins Kirchanschöring-Lampoding freute sich Vorsitzende Ute Stepper besonders über die gute Zusammenarbeit mit der Leiterin der Tourist-Information Waginger See, Eva Gruber. Sie stellte einige der neuen Broschüren und Radwanderkarten vor.


Sieglinde Gaugler von der Tourist-Information Kirchanschöring berichtete, dass in Kirchanschöring aktuell 23 Vermieter zusammen 170 Betten für Urlauber anbieten. Die Region freue sich weiterhin über ihre treuen Gäste: Im Jahr 2015 seien erneut 35 Urlauber für ihre langjährige Treue zur Urlaubsregion Kirchanschöring geehrt worden. Und die Nachfrage steigt wohl auch noch – heuer hat die Tourist-Information bereits 12 000 Prospekte an Interessierte geschickt, womit die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent gestiegen sei.

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Gaugler stellte auch das neue Duschhandtuch vor, auf dem der Schriftzug der Urlaubsregion »Waginger See – wärmster See Oberbayerns« aufgestickt ist. Dieses praktische Andenken erfreue sich bereits großer Beliebtheit. Auch im Sommer 2016 werden, am 27. Juli und 10. August, beim Bauern z'Hof wieder Führungen im Rupertiwinkler Bauernhofmuseum angeboten.

Kostenlose Kutschfahrten für die Urlauber

Auch Christine Brüderl vom Wagnerhof in Dürnberg spannt wieder ihre zuverlässigen Kaltblutpferde an und bietet Urlaubsgästen jeden Donnerstag ab 18 Uhr eine kostenlose Kutschfahrt in Kirchanschöring an – Urlauber können sich über ihre Vermieter ein Plätzchen auf der Kutsche reservieren.

Als Referenten waren zu diesem Abend zweiter Vorstand Klaus Gimpl und Geschäftsführer Markus Ritter vom Verband Private Gastgeber im Chiemgau gekommen. Der Verband wurde im November 2014 gegründet und hat aktuell bereits über 108 Mitglieder. Er bietet seinen Mitgliedern in der Region eine Anlaufstelle, die anders als Hotels oder Urlaubsbauernhöfe meist in keinem Verband organisiert sind. So bietet der Verband konkrete Auskünfte, Beratung und Hilfestellung bei ihren Anliegen. Gerade in Zeiten des Wandels sei es besonders hilfreich, wenn man sich gegenseitig helfen und mit Informationen unterstützen könne.

Der Verband bietet den Mitgliedern fachliche Beratung zu Themen wie der W-LAN-Nutzung durch Gäste, zur Nutzung von Internetbuchungsplattformen und auch betriebswirtschaftliche Beratung zum eigenen Betrieb. Zusätzlich gibt es Seminare wie zuletzt zum Thema Brandschutz. Gerade im Bereich der privaten Gastgeber gebe es viele Möglichkeiten, den Generationswechsel gut hinzubekommen und auch den geänderten Ansprüchen der Urlauber gerecht zu werden. Der Trend hin zu kürzeren Urlauben und die Nachfrage nach regionalen Produkten stiegen deutlich. Gimpl, selbst Vermieter, gelernter Schreiner und Innenarchitekt, betonte, dass die Möglichkeiten vielfältig seien und dass auch eine komplette Modernisierung nicht generell notwendig sei, um dem Gast etwas bieten zu können. Auch mit kleinen, gezielten Maßnahmen lasse sich bereits viel erreichen.

Tag der offenen Tür von Mitgliedern für Mitglieder

Für heuer plant der Verband noch einen Tag der offenen Tür, bei dem einige Betriebe anderen Mitgliedern die Türen öffnen und ihren Betrieb, ihre Ideen und Lösungsansätze vorstellen. Das Interesse der Anwesenden war groß, gerade der Umgang mit den Buchungsplattformen im Internet beschäftigte die Vermieter. Auch die in der Region recht kurze Urlaubssaison und deren Ausbaumöglichkeiten führten zu angeregten Diskussionen.

Gespannt ist man auf das erweiterte Angebot des ÖPNV: Ab diesem Sommer wird eine Busverbindung rund um den Waginger See bis Salzburg angeboten. Wie Bürgermeister Hans-Jörg Birner betonte, biete die Urlaubsregion besondere Alleinstellungsmerkmale, wie den Ökotourismus, die den Bedürfnissen der Urlauber nach einem entspannten und entschleunigten Urlaub sehr entsprächen. Birner war sichtlich begeistert, dass das Vermieten wieder mehr Perspektive gewinne. Das ausgebaute Radwegenetz erfreue sich großen Zuspruchs. Es sei sogar im Gespräch, dieses mit Altötting und Mühldorf zu verbinden. Ähnliches sei auch für die Wanderwege geplant. Das erfreue nicht nur die Urlauber, auch bei den Einheimischen komme es gut an. rei