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Verlegung des Wertstoffhofs geplant

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An der Bahnhofstraße, gleich nach dem Kreisverkehr, soll der neue Wertstoffhof der Marktgemeinde Grassau entstehen. (Foto: T. Eder)

Grassau. Der Wertstoffhof der Gemeinde Grassau soll von Erlach weiter ins Zentrum rücken. Das entschieden die Marktgemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung. Ihr favorisierter Standort für den neuen Müllsammelplatz ist am Kreisverkehr an der Achenbrücke. Bürgermeister Rudi Jantke brachte außerdem eine mögliche Privatisierung des Wertstoffhofs ins Gespräch.


Schon mehrmals habe man sich mit der Service-Verbesserung im Bereich der Abfallentsorgung befasst, erklärte Bürgermeister Rudi Jantke. Der Wertstoffhof in Erlach sei sehr weit weg vom Zentrum und ohne Fahrzeug kaum erreichbar. Als geeigneter Standort biete sich das Grundstück am Kreisverkehr, direkt an der Bundesstraße, derzeit noch Holzhandlung, an. Der Pachtvertrag für dieses gemeindliche Grundstück laufe Ende des Jahres ab. Die Holzhandlung habe ein Alternativgrundstück im Gewerbegebiet erworben, so Jantke.

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Der neue Wertstoffhof könnte auf einer Fläche von 3400 Quadratmetern realisierte werden; derzeit stehen dem Wertstoffhof 1700 Quadratmeter zur Verfügung. Für den Betrieb des neuen Wertstoffhofes interessiere sich unter anderem das Unternehmen Schaumaier Recycling aus Traunstein, das auch den Traunsteiner Wertstoffhof führt. Geschäftsführer Claus Egger informierte den Marktgemeinderat in der Sitzung über die Vorteile einer Privatisierung und nannte dabei unter anderem die längeren Öffnungszeiten. So könnten die Bürger ihre Wertstoffe dann kostenlos von Montag bis Freitag zwischen 7.30 und 18 Uhr und am Samstag von 8 bis 13 Uhr anliefern.

Ausschlaggebend, so Jantke, sei, dass das Grassauer Wertstoffhof-Personal auch übernommen werde. Von Vorteil sei zudem, dass man Wertstoffinseln wie den Containerplatz in Reifing entfernen könne. Egger versicherte, dass seine Firma am möglichen neuen Standort auch auf das Erscheinungsbild achten würde. »Entsorgung kann sauber sein«, so Egger. Denkbar wäre, fügte der Rathauschef an, auch eine gemeinsame Lösung mit den Nachbargemeinden.

Hans Hornberger (SPD) fragte, ob die Betriebsführung über den Kostenersatz des Landkreises gesichert sei; für die Abfallentsorgung ist der Landkreis zuständig, der den betreibenden Gemeinden die Kosten ersetzt. Laut Egger bestehe der Grundsatz, dass auf die Gemeinden keine Mehrkosten zukommen.

Der Hof dürfe nicht nach Schrottplatz aussehen, forderte Mehdi Akbari (UGL). Auf Anfrage des Bürgermeisters informierte Egger, dass für das Grüngut große Containerboxen bereitgestellt würden. Mit Gerüchen oder Tieren sei nicht zu rechnen, da die Boxen nicht länger als zwei Tage stehen würden.

Einhellig entschied sich der Rat, den derzeitigen Wertstoffhof aufzugeben und einen neuen auf dem favorisierten Grundstück anzustreben. Das Grundstück soll an einen neuen Betreiber verpachtet werden. Begrüßt werde ein gemeinsamer Wertstoffhof mit den Gemeinden Marquartstein und Staudach-Egerndach. Die Gemeinde Grassau will nun noch auf das erforderliche Landkreis-Konzept warten. Angedacht ist aber eine Realisierung des neuen Wertstoffhofs im kommenden Jahr. tb