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Verkehrszählung an Ampeln durchgeführt

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An allen Ampeln in Traunreut soll es Verkehrszählungen geben.

Traunreut – In der Innenstadt von Traunreut sollen an allen Ampelanlagen Verkehrszählungen durchgeführt werden. Durch diese Zählung, die zum Teil schon erfolgt ist, soll ermittelt werden, wie viele Fahrzeuge in welche Richtung fahren. Anschließend sollen alle Ampeln auf der Basis eines Testbetriebs auf einen 24-Stunden-Betrieb geschaltet werden.


Erst nach Ablauf dieses Testbetriebs kann eine Aussage getroffen werden, ob gegebenenfalls Handlungsbedarf besteht und auf die Schaltzeiten reagiert werden soll. Darauf hat sich der Bauausschuss nach eingehender Diskussion in seiner Sitzung verständigt.

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Der einstimmige Beschluss basiert auf einen Antrag des Verkehrsreferenten Roger Gorzel (Bürgerliste). Gorzel hatte moniert, dass durch die Neu-, Auf- und Umrüstung der Ampelanlagen, insbesondere bei der Kreuzung Münchner-Straße/Werner-von-Siemens-Straße unglaublich lange Wartezeiten entstünden und der Verkehrsfluss erheblich schlechter als zuvor laufe. Deshalb beantragte er eine genaue Überprüfung der Neukalibrierung der gesamten Lichtzeichenanlagen im gesamten Stadtgebiet.

Des Weiteren forderte er, die »unglücklichen« Linksabbiege-Ampeln wegfallen zu lassen. Durch die Installierung der grünen Pfeilampeln an den Knotenpunkten Kantstraße Münchner-Straße/Werner-von-Siemens-Straße habe sich ein gravierendes Manko ergeben. Die Forderung, die Linksabbiege-Ampeln während des Testbetriebes wegfallen zu lassen, bekräftigte er erneut vor dem Bauausschussgremium.

»Die grünen Pfeile sollen entfernt werden«, forderte er. Udo Albrich von der Stadtverwaltung riet aber davon ab, einen Wegfall der Linksabbiege-Lichtzeichen, die nachweislich der Sicherheit dienen würden, nicht in die Testphase mit reinzunehmen. Weiter klärte er das Gremium darüber auf, dass die aktuellen Verkehrszahlen mittels Zählung zum Großteil bereits ermittelt worden seien. Lediglich die Zählung am Knotenpunkt Werner-von-Siemens-Straße/Traunring sei noch durchzuführen. Diese konnte bedingt durch die Sperrung der Staatsstraße 2104 noch nicht umgesetzt werden, da sich hier, bedingt durch die Umleitung, ein falsches Ergebnis ergeben hätte.

Sofern es die Witterungsverhältnisse zulassen, soll hier in den nächsten Wochen vom Tiefbauamt eine Videozählung durchgeführt werden. Auf Nachfrage von Herbert Kusstatscher (SPD) erklärte er, dass die Ampel bei der Ausfahrt der Firma Heidenhain vom Staatlichen Bauamt Traunstein betreut werde und die Stadt darauf keinen Zugriff habe. Nach Angaben von Kusstatscher gebe es auch hier viele Beschwerden.

Weiter teilte die Verwaltung mit, dass die Forderungen des Verkehrsreferenten mit nicht unerheblichen Kosten verbunden wären. Laut einer Berechnung würden die im Antrag geforderten Maßnahmen wie Knotenpunktüberprüfungen und Neuprogrammierungen rund 75 000 Euro kosten.

Die Zustimmung zum Antrag hätte automatisch bedeutet, dass dieser Betrag in den Nachtragshaushalt eingestellt hätte werden müssen. Gorzel zeigte sich jedoch mit der vom Gremium vorgeschlagenen Vorgehensweise einverstanden und zog den förmlichen Antrag zurück. Gleichzeitig forderte er aber, nach der Testphase in drei bis vier Monaten darüber erneut zu diskutieren.

Um sich der Problematik zu nähern, wie Sepp Winkler (Bürgerliste) eingangs der Diskussion anregte, sollen jetzt als ersten Schritt alle Verkehrszahlen eingeholt und mit dem laufenden Verkehrsprogramm abgeglichen werden. Sollten nach der Testphase Änderungen vorgenommen werden, werde es schwierig werden, ein Maß zu finden, so Albrich. ga