weather-image
16°

Verkehrsverein Inzell feierte sein 100-jähriges Bestehen

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Gerhard Steinbacher (rechts), der Geschäftsführer der Inzeller Touristik GmbH, überreichte Vorsitzendem Alfons Schrittenlocher einen historischen Zeitungsausschnitt aus dem Traunsteiner Wochenblatt und ein Edelweiß. (Foto: Mergenthal)

Inzell. »Ein Jahrhundert für Gastfreundschaft, Tradition und Herzlichkeit« – unter diesem Motto feierte der Verkehrsverein Inzell (VVI) im voll besetzten Festsaal mit zahlreichen Ehrengästen, Mitgliedern und Interessierten sein 100-jähriges Bestehen. Nach dem schwungvollen Auftakt der Musikkapelle Inzell, die die Feier im Wechsel mit der Kesselalm-Musi musikalisch umrahmte, hielt Vorsitzender Alfons Schrittenlocher mit vielen Dankesworten einen kurzen Rückblick.


Er hob die Grundwerte hervor, die den Verein über die 100 Jahre leiteten: die schöne Landschaft, die gesundheitsfördernde intakte Natur und die Herzlichkeit der Bevölkerung zu erhalten und zu fördern. Die Struktur der Kleinvermieter wie in Inzell beinhalte ja schon diese Herzlichkeit und schaffe zudem familienfreundliche Arbeitsplätze: »Die Hausfrau kann sich um die Familie kümmern und verdient daheim noch was dazu – wo gibt’s noch eine bessere Regelung?«, so Schrittenlocher.

Anzeige

»Den touristischen Erfolg verdanken wir der Qualität eurer Angebote«, wandte sich Bürgermeister Martin Hobmaier an die vielen Vermieter. Er lobte deren Eingehen auf die Wünsche ihrer Gäste sowie die Reaktion auf aktuelle Trends und dankte dem »Jubilar« für sein ehrenamtliches Engagement und seine Innovationskraft. Als kleines Geschenk überreichte er dem Vorsitzenden einen Gutschein für Essen und Getränke in einem Gasthof seiner Wahl für die gesamte Vorstandschaft.

Die Vorzüge des Chiemgaus mit seinen ganzjährigen Freizeitmöglichkeiten für jedes Alter, der Arbeitslosigkeit auf Rekordtief und seiner Weltoffenheit erwähnte Landrat Hermann Steinmaßl in seiner Rede. Er habe kein Geschenk dabei, sagte er scherzend mit verweis auf den Beitrag des Landkreises zu den Wintersportstätten: »Des muaß für 'n Landrat für die nächsten 20 Jahr langa.« Tourismus brauche Gemeinsamkeit, wie sie hier gelebt werde.

Die »beispielhaft erfolgreiche Geschichte« des Vereins stellte Gerhard Steinbacher heraus, der Geschäftsführer der Inzeller Touristik GmbH. Deren »Geburtshelfer« sei der VVI gewesen. »Mit der vorgesehenen Ergänzung des Auftrags zum Heimatverein wird der Verein an Bedeutung und Aufgaben sicherlich hinzugewinnen«, ergänzte er. Er überreichte Schrittenlocher den allerersten Zeitungsbericht über den Verein vom 23. Januar 1913 und ein aus Holz geschnitztes großes Edelweiß, das Vereinssymbol.

Glückwünsche überbrachten auch die Vorsitzenden der Nachbar-Verkehrsvereine, Rosi Braml aus Siegsdorf und Helmut Müller aus Ruhpolding. Der langjährige Kurdirektor Willi Preinfalk erzählte Anekdoten aus früheren Zeiten. Die aktiven Buam und Dirndln sowie die Jugendgruppe des Trachtenvereins »D' Falkastoana« zeigten Tänze und Plattler.

Moderator Gerhard Eicher streute humoristische Beiträge ein, wobei zum Thema »Urlaub auf dem Bauernhof« auch dem Landrat ein Witz einfiel. Nach dem Essen gab es auch noch eine Bilderschau mit alten Fotos von Herbert Öttl. An frühere Zeiten erinnerten auch die 66-seitige Festschrift und am Eingang aufgebaute Dekorationen mit historischen Fremdenverkehrs-«Requisiten«. Plakate an der Bar mit dem Konterfei von Willi Preinfalk wiesen auf das eigens kreierte Jubiläumsgetränk mit »60 Prozent Willi« hin: das »Jahrhundertwasser«. vm