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Verkehrssicherheit verbessern

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Der Knotenpunkt an der Kreuzung in Sankt Georgen soll jetzt durch eine sogenannte Teilbeampelung entschärft werden. Ende April soll die Anlage installiert werden. Damit wird dem Verkehr aus Richtung Traunreut beziehungsweise aus der Irsinger Straße ein sicheres Einfahren auf die B304 gewährleistet. Foto: Gabi Rasch

Traunreut – Der Vorentwurf für eine geplante Tieferlegung der Bundesstraße 304 in Sankt Georgen ist derzeit auf Eis gelegt. Der Grund: Solange nicht deutlich mehr Züge zwischen Hörpolding und Stein an der Traun verkehren, wird die Bahn dem Vorhaben nicht zustimmen. »Solange das mit der Eisenbahn nicht geklärt ist, wird das Genehmigungsverfahren ruhen«, erklärte der Leiter des Staatlichen Bauamts Traunstein, Sebald König, in der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag.


Wie wiederholt berichtet, wurde unterdessen an dem Kreuzungsknotenpunkt eine stationäre Dauer-Blitzeranlage installiert, die nach Angaben der Verwaltung nach nunmehr über einem Jahr zu einer positiven Entwicklung der Unfallsituation geführt habe. Mit einer Teilbeampelung soll die Verkehrssicherheit an diesem Knotenpunkt jetzt weiter verbessert werden. »Der Auftrag für eine Teilsignalisierung wurde heute erteilt«, bestätigte König. Die Maßnahme soll in der letzten Aprilwoche umgesetzt werden.

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Diese Ampelanlage soll dem Verkehr aus Richtung Traunreut und aus der Irsinger Straße ein sicheres Einfahren auf die B 304 ermöglichen. Nach Angaben von Bauoberrat Peter Maltan ist vorgesehen, auf der Bundesstraße aus Richtung Traunstein beziehungsweise Trostberg kommend, jeweils eine Gelb-Rot-Signal-Anlage zu installieren. Nur aus Richtung Traunreut (TS 42) kommend, wird hinter der B 304 ein gelber Blinker mit einem Pfeil nach links installiert. Die zwei Signalgeber auf der B 304 werden durch Induktionsschleifen in der TS 42 beziehungsweise der Irsinger Straße angefordert.

Die Induktionsschleifen sollen etwa 35 Meter vor der Haltestelle beginnen und etwa sechs Meter lang sein. Wird diese Stauschleife dann länger als zehn Sekunden belegt, wird der »Staufall« ausgelöst. Dabei gehen dann die Signale auf der B 304 in fünf Sekunden über gelb auf Rot. Damit werde zum einen das Einbiegen beziehungsweise das Kreuzen der Bundesstraße wesentlich erleichtert und gleichzeitig gewährleistet, dass die Bahnschiene freigeräumt sei, so Maltan.

Zusätzlich soll der Verkehr in Hauptrichtung (B 304) mit einer Videokamera erfasst werden, um einen gegebenenfalls zulaufenden Pulk noch ungehindert durchfahren zu lassen und andererseits einen Rückstau auf den nördlichen Bahnübergang der B 304 auszuschließen. Auf Anfrage von Stadtrat Martin Czepan (Grüne) teilte der Bauoberrat mit, dass sich bei diesem System laut Berechnungen ein maximaler Rückstau auf der Bundesstraße Richtung Norden bei ungünstigen Parametern von rund 60 Metern bilden würde.

Maltan erklärte weiter, dass sich das System zunächst einspielen müsste und die exakten Schaltzeiten zum Beispiel zu den Spitzenverkehrszeiten mit der Polizei noch geregelt werden könnten. Zu den Kosten, die sich nach Auskunft Königs mit rund 20 000 Euro ohne die Tiefbauarbeiten in einem relativ bescheidenen Rahmen halten, teilte er mit, dass diese vom Landkreis Traunstein und vom Bund getragen werden.

Eine, wie zunächst angedachte, sogenannte BÜSTRA-Ampelanlage hätte aufgrund einer damit verbundenen Bahnsignalanlage mit rund einer Million Euro zu Buche geschlagen. Wie dem Tenor des Gremiums zu entnehmen war, könne die Stadt mit dieser Lösung leben. Dennoch wurden Forderungen nach einer finiten Variante laut. »Die Lösung ist gut, aber wir brauchen für Sankt Georgen eine endgültige Lösung«, forderte Paul Obermaier (FW) ga