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Traunreuter Hauptausschuss legt erneut neue Variante fest – 30-km/h-Zone in der östlichen Adalbert-Stifter-Straße

Verkehrsregelung in der Hans-Böckler-Straße: »Rechts raus, rechts rein«

Traunreut – Die erst im September beschlossene, bislang aber noch nicht umgesetzte, neue Verkehrsregelung in der Hans-Böckler-Straße in Traunreut wurde jetzt wieder verworfen. Der Hauptausschuss einigte sich auf eine neue Variante: »Rechts raus, rechts rein«. Das bedeutet, dass man von der Hans-Böckler-Straße aus nur noch nach rechts in die Staatsstraße 2104 (Waginger Straße) abbiegen bzw. von der Staatsstraße kommend nur noch rechts in die Hans-Böckler-Straße einfahren darf. Mit einer Beschränkung der Fahrzeuggrößen auf 3,5 Tonnen auf der Hans-Böckler-Straße, erhofft man sich eine Verkehrsberuhigung.

Durch einen Umkehrbeschluss des Traunreuter Hauptausschusses darf die Hans-Böckler-Straße nur noch nach rechts verlassen werden und stadteinwärts darf von der Staatsstraße 2104 (Waginger Straße) nur rechts in die Hans-Böckler-Straße eingebogen werden. (Foto: Rasch)

Gleichzeitig soll das Parken auf beiden Seiten der Hans-Böckler-Straße, auf der nur mit 30 km/h gefahren werden darf, erlaubt sein. Der ursprüngliche Beschluss, der bei vier Gegenstimmen aufgehoben wurde, sah ein einseitiges Halteverbot und ebenfalls eine Tonnage-Beschränkung von bisher 7,5 auf 3,5 Tonnen vor. Eine entsprechende Beschilderung und Markierung der neuen Verkehrsregelung soll nach Angaben der Stadtverwaltung in den nächsten Wochen erfolgen. Bauliche Maßnahmen auf der Staatsstraße sollen erst im Zuge des geplanten Staatsstraßenausbaus zwischen der Kantstraße und der Zufahrt zum östlichen Gewerbering erfolgen. Der neuen Regelung ging ein Antrag des Verkehrsreferenten Roger Gorzel voraus, dem damit zum Teil Rechnung getragen wurde.

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Mit 7:4 Stimmen befürwortet wurde ein weiterer Antrag des Verkehrsreferenten, nämlich die östliche Adalbert-Stifter-Straße in ihrer vollen Länge als 30-km/h-Zone auszuweisen. Derzeit gilt eine 30-km/h-Beschränkung nur auf Höhe des Dr.-Johannes-Heidenhain-Gymnasiums. Nach der Einmündung in die Franz-Schubert-Straße darf wieder mit 50 km/h gefahren werden. Wie Gorzel erklärte, habe sich die Situation durch den Neubau des Alten- und Pflegeheims und den damit verbundenen, parkenden Autos entlang der Straße geändert. Im weiteren Verlauf des östlichen Teilstücks bis zum Traunring befinde sich auch die Zu- und Ausfahrt der Jugendsiedlung und der katholische Kindergarten. Hier würden sich auf 500 Meter schützenswerte Einrichtungen befinden, die einer besonderen Beachtung bedürften. In seinen Augen sei es falsch, nach der Schule wieder Gas zu geben, betonte er. In einer Stellungnahme ist auch die Polizei der Ansicht, dass eine 30-km/h-Beschränkung von Beginn der Einfahrt zur Adalbert-Stifter-Straße, östlich der Traunwalchener Straße, bis zum Ende, also Einmündung Traunring, und in Gegenrichtung nachvollziehbar sei.

Ernst Ziegler (SPD) sprach sich für den Antrag aus. Auch wegen der Parksituation sei es sinnvoll, die 30er-Zone fortzusetzen, sagte Ziegler. Er hoffe, dass man die Parksituation im Zuge des Ausbaus der Adalbert-Stifter-Straße, der für 2016 geplant ist, dann ordentlich in den Griff bekommen werde. Reinhold Schroll (CSU) vertrat ganz klar die Meinung, dass eine Dosierung, dort, wo sie notwendig sei, vernünftig sei. Er mahnte aber an, nicht alles durchzuregulieren. »Irgendwo müssen auch noch Freiräume bleiben«, forderte Schroll und lehnte den Antrag ab. Ähnlich argumentierte auch sein Fraktionskollege Bernhard Seitlinger: »Das ist mir zu inflationär«, sagte er und wies ebenso wie Michael Elsen (CSU) darauf hin, den Ausbau der Straße abzuwarten. Elsens Vorschlag, es mit Geschwindigkeitstafeln zu versuchen, die den Autofahrer daran erinnern, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, wurde nicht näher diskutiert. Die Beschilderung einer durchgehenden 30-km/h-Zone soll nach Aussage der Verwaltung und Absprache mit den Behörden ebenfalls in den nächsten Wochen umgesetzt werden. ga