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Verkehrslenkung durch Umbau an der Bahnhofstraße

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Die Breite der Bahnhofstraße, die nach der Abzweigung der Laufener Straße eigentlich eine Ortsstraße ist, verleitet viele Auto- und Lkw-Fahrer dazu, durch den Markt zu fahren. Daher soll dieser Kreuzungsbereich umgebaut werden. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf. Für den Umbau der Bahnhofstraße im Einmündungsbereich in die Staatsstraße 2103 Richtung Laufen gibt die Marktgemeinde Teisendorf nun eine Planung in Auftrag. Diese Hausaufgabe gab der Bauausschuss in einem einstimmigen Beschluss der Gemeindeverwaltung mit. Davon erhofft sich die Gemeinde, dass künftig nicht so viele Lkw durch den Markt fahren. Der Umbau könnte im Zuge der Entfernung des Engpasses der jetzigen Eisenbahnüberführung über die Staatsstraße und deren Umbau umgesetzt werden.


Damit setzt sich die Gemeinde über die ablehnende Haltung des Straßenbauamts in dieser Sache hinweg. Auslöser waren kritische Stimmen in der Bürgerversammlung. Anfang November hatte die Gemeinde an das Straßenbauamt geschrieben: Sie bedauerte, dass immer wieder Lkw-Lenker, die nur nach Navigationsgerät fahren und Verkehrszeichen wie die Sperrung der Ortsdurchfahrt Teisendorf für schwere Lkw ignorieren, den Markt durchqueren.

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Die Klagen von Anwohnern der Marktstraße nähmen in letzter Zeit zu. Wenn die neue Eisenbahnüberführung über die Staatsstraße 2103 Ende 2014 fertig sei, sei davon auszugehen, dass sich der Lkw-Verkehr über diese Staatsstraße erhöht. Damit stehe zu befürchten, dass auch die Zahl der Lkw-Fehlfahrten durch die Marktstraße zunehmen wird.

Die Gemeinde griff nun Überlegungen auf, die bereits vor einigen Jahren angestellt wurden: Die Staatsstraße 2103 soll an der scharfen Abbiegung Richtung Laufen als »abknickende Vorfahrt« umgestaltet werden. In diesem Zusammenhang würde es sich anbieten, wie Bauamtsleiter Peter Steinmaßl sagte, die in den Ort weiterführende Ortsstraße im Einmündungsbereich in die Staatsstraße zurückzubauen. Damit würde für den Verkehrsteilnehmer deutlich unterstrichen, wo der überörtliche Verkehr stattfinden soll: Richtung Umgehungsstraße.

Das Straßenbauamt bezweifelte in seiner Antwort Anfang Juli wie bereits berichtet die Erfolgsaussichten einer solchen Verkehrslenkung. Ein Umbau sei weder im Zuge der begonnenen Erneuerung der Eisenbahnüberführung noch als gesonderte Maßnahme vorgesehen.

Steinmaßl führte dazu aus, die Bahnhofstraße sei im Einmündungsbereich rund 13 Meter breit und lade Lkw-Fahrer geradezu dazu ein, durch Teisendorf zu fahren. Er schlug in der Beschlussvorlage vor, eine Planung für den Umbau der Einmündung ausarbeiten zu lassen. Die Kosten für den Umbau könnten dann 2015 im Haushalt eingestellt werden. Eine Kostenbeteiligung des Straßenbauamts nach dem Kreuzungsgesetz ist zu prüfen.

Peter Schuhbeck (FWG) äußerte Unverständnis über die Stellungnahme des Straßenbauamts. Er schlug vor, eine Verengung der Bahnhofstraße provisorisch zu errichten, um die Wirkung zu testen. Die Gemeinde sollte gegenüber dem Straßenbauamt hart bleiben. Alois Stadler (CSU) plädierte ebenfalls für einen solchen Versuch. Ein Stau aus Richtung Teisendorf müsse jedoch vermieden werden.

Parteikollege Markus Putzhammer gab zu bedenken, dass die neue Unterführung von der Höhe her für alle Fahrzeuge passierbar sein werde. Der Lkw- und Busverkehr werde sich sicher erhöhen. Matthias Spiegelsperger bedauerte, dass vielen Lastwagen-Lenkern die ausgeschilderte Lkw-Sperrung egal sei. Bürgermeister Thomas Gasser regt an, in diesem Zusammenhang auch die Beschilderung an der Westeinfahrt nach Teisendorf zu prüfen.

Stadler äußerte die Hoffnung, dass ein Umbau am östlichen Ortseingang auch den Verkehr verlangsame. Die vor einiger Zeit neu eingebaute Querungshilfe im Ortsteil Karlsbach habe dies nicht geschafft.

Einstimmig beschloss das Gremium, dass der Bauhof den Weg von Englham zum Steg über die Sur aufkiesen soll. Stadler hatte im Gemeinderat berichtet, dass der Weg besonders mit Kinderwagen schwer nutzbar ist, weil vom Weg zum Steg über die Sur ein Absatz entstanden ist. vm

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