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Verkehrschaos: Tunnel und Klosterberg gesperrt

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Eine Durchfahrt durch den Ettendorfer Tunnel war gestern nicht möglich. Und auch heute bleibt der Tunnel wegen Reinigungsarbeiten von 8.30 bis 20 Uhr gesperrt. (Foto: Reiter)

Traunstein – Verkehrschaos in Traunstein: Autofahrer müssen in der Großen Kreisstadt derzeit viel Geduld mitbringen. Vor allem in der Früh und am Abend, wenn die Berufspendler nach oder aus Traunstein wollen, kommt es zu langen Staus. Grund ist die Sperrung des Klosterbergs. Dadurch ist eine wichtige Zufahrt in die Stadt »dicht«. Die Bauarbeiten (wir berichteten) werden noch bis Anfang September gehen. Erschwerend hinzu kam gestern die Sperrung des Ettendorfer Tunnels. Dort werden Reinigungsarbeiten durchgeführt, die am heutigen Mittwoch fortgesetzt werden.


Die Sperrung des Ettendorfer Tunnels gilt von 8.30 Uhr bis 20 Uhr. Somit ist eine Zufahrt in die Stadt von Waging kommend nur über die Nordumfahrung und dann über die Wasserburger Straße möglich. Eine dreiviertel Stunde brauchten manche Pendler gestern, bis sie im Zentrum waren. Denn auch über Hufschlag geht derzeit nichts: Dort wird die Bahnbrücke erneuert.

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Zur Sperrung des Ettendorfer Tunnels teilte das Staatliche Bauamt in einer Presseerklärung mit, dass neben den Reinigungsarbeiten an den Tunnelwänden und am Entwässerungssystem auch die technischen Einrichtungen wie Videoüberwachung, Brandschutzanlagen oder Belüftungsanlagen kontrolliert und gewartet werden. Für diese Arbeiten seien zehn Fachfirmen erforderlich. »Eine Verlegung in die Nachtstunden hätte eine mindestens dreißigprozentige Kostenerhöhung zur Folge«, begründet das Staatliche Bauamt die Sperrung des Tunnels an zwei Tagen. Die Reinigungsarbeiten schlagen mit 10 000 Euro zu Buche, die Wartungsarbeiten sind über eine Firma abgedeckt, die im Jahr 35 000 Euro verlangt. Auf die Frage, ob diese häufigen Reinigungen und Wartungen normal seien, sagt Tunnelmanager Josef Kaiser: »Ja. Da sammelt sich in einem halben Jahr so viel Schmutz an, der muss raus. Sonst verstopfen die Leitungen und es geht irgendwann nichts mehr. Das gab es mal bei einem Tunnel in Landshut, die dann richtig Probleme hatten.«

In den vergangenen sechs Monaten hätten rund 2,5 Millionen Fahrzeuge den Tunnel benutzt – »2,5 Millionen Fahrzeuge, die nicht mehr durch die Stadt Traunstein und Hufschlag fahren, aber im Tunnel Spuren hinterlassen haben.« Die Umleitungsstrecke wird durch die automatischen Wechselwegweiser sowie die manuelle Klappbeschilderung ausgewiesen und führt durch das Stadtgebiet über die Staatsstraße 2105, die Kreisstraße TS 46 und die Gemeindeverbindungsstraße zum Anschluss Traunstein-Nord der Bundesstraße 304 bei Aiging und umgekehrt. KR