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Verkauf unter erschwerten Bedingungen

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Traunreut. Die Traunpassage in Traunreut befindet sich zum Jahreswechsel mitten im Umbruch und der Phase der Neugestaltung. Für die Angestellten in den einzelnen Geschäften waren die letzten Wochen ziemlich aufregend, da für manche erst sehr kurzfristig feststand, dass sie bleiben können. Andere wurden wegen Auflösung der Ladengeschäfte zum Jahresende arbeitslos oder müssen nun in weiter entfernte Arbeitsstellen pendeln. Auch die kommenden Monate werden nicht gerade angenehm für die im Einkaufscenter verbleibenden Mitarbeiter, da sie quasi mitten auf einer Baustelle arbeiten werden.


Kurz vor Jahresschluss sind einige der bisherigen Anbieter in der Traunpassage schon ausgezogen, zahlreiche Räume stehen leer und in manchen wird bereits fleißig umgebaut. Auf dem Parkplatz stehen Container, in die der beim Umbau anfallende Bauschutt kommt, und viele Schilder an der Front, die auf die einzelnen Läden hinweisen, sind bereits abmontiert. Sogar das Schild »Traunpassage« wurde entfernt, offensichtlich soll das Einkaufszentrum einen neuen Namen bekommen.

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Am Heiligen Abend konnte man an der Traunpassage problemlos einen freien Parkplatz finden, was in den Vorjahren undenkbar gewesen wäre. Die übrig gebliebenen Geschäfte spürten den Kundenrückgang deutlich und mussten in der Vorweihnachtszeit, in der sonst immer das Geschäft blühte, Umsatzeinbußen hinnehmen. »Man merkt schon deutlich, dass die Kundschaft jetzt fehlt, die sonst immer in die Traupassage kam, um Lebensmittel einzukaufen«, bemerkt Ingrid Wawersig, Filialleiterin von Kaut-Bullinger. Der Edeka-Laden dort schließt seine Türen. Wawersig ist aber zuversichtlich, dass es nach Beendigung aller Umstellungen rasch wieder aufwärtsgehen wird.

Für das Schreibwarengeschäft stand erst rund eine Woche vor Weihnachten hundertprozentig fest, dass es in der Passage bleiben wird, nachdem die langwierigen Verhandlungen mit dem neuen Management des Centers abgeschlossen waren. Kaut-Bullinger wird in die bisherigen Räume des Drogeriemarktes umziehen, der wiederum auf die Fläche von Wöhrl wechselt. Neben Drogerie und Schreibwarenhandel bleiben weiterhin der Frisör Xpress, das Café »Estrello«, die Lotto-Annahmestelle, der Bäcker Bachmaier und der O2-Shop im Erdgeschoss. Lederwaren Streck zieht um in die erste Etage. Dort verbleiben auch C&A, Bianco e Nero, Mister & Lady Jeans sowie Aktiv Optik.

Ungünstige Arbeitsverhältnisse während der Phase des Umbruches müssen die Mitarbeiter der Läden hinnehmen, die weiterhin geöffnet haben. Besonders schlimm war es kurz vor Weihnachten, als auf der Aktionsfläche anstelle eines schön geschmückten Weihnachtsbaumes eine Hebebühne stand, auf der erste Abbauarbeiten vorgenommen wurden. Große Laster und Abfallcontainer auf den Parkplätzen, Baulärm sowie Zugluft aufgrund der Ausräumarbeiten im früheren Edeka-Laden strapazierten Angestellte und Kunden bis aufs Äußerste.

»Das war eine Zumutung für alle, für die, die hier arbeiten müssen, und auch für die Leute, die in Ruhe einkaufen wollten«, betont Helga Pilles, Filialleiterin des Drogeriemarktes Müller. Ihrer Meinung nach hätte man mit diesen Arbeiten wenigstens bis nach Weihnachten warten sollen. Mit Unannehmlichkeiten über mehrere Wochen während der Umbauphase rechnet auch Roswitha Eberherr von der Lotto-Annahmestelle. »Bei uns fragen die Kunden ständig nach, wie es denn nun weiter geht mit der Traunpassage«, erzählt sie und bemängelt, dass erst nach Weihnachten ein Plakat an die Eingangstüren geklebt wurde, auf dem die längst vollzogene Schließung des Edeka-Marktes bekannt gegeben wird: »Gerade auswärtigen Kunden sind erstaunt, dass es den Supermarkt nicht mehr gibt. mix