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Verjüngung im Vorstand der Grassauer SPD

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Zum neuen Zweiten Vorsitzenden wurde bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Grassau der erst 22-jährige Julian Denk (Mitte) gewählt. Unser Bild zeigt ihn mit dem Vorsitzenden Dieter Hahn (links) und dem weiteren Stellvertreter und Bürgermeister Rudi Jantke. (Foto: Gruß)

Grassau. Nach dem Rücktritt von Xaver Schreiner als stellvertretender SPD-Ortsvorsitzender war bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Fischerstüberl in Rottau eine Nachwahl erforderlich. Dabei wurde mit dem 22-jährigen Julian Denk eines der jüngsten Mitglieder für diese Funktion gewählt.


In seinem Rückblick auf das abgelaufene Jahr betonte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dieter Hahn, dass im Mittelpunkt die Kommunal- und die Europawahlen standen. So waren auch die herausragenden Veranstaltungen Teil der Wahlkämpfe. Besonders hob Hahn den Kommunalpolitischen Aschermittwoch in Mietenkam in dem gerade fertiggestellten, aber noch nicht eingerichteten Versammlungsraum heraus. Aber auch im Europawahlkampf gelang es der Grassauer SPD, die Wähler zu einer Veranstaltung mit der Europaabgeordneten Maria Noichl zu locken.

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»Rote Nacht« soll es auch in den kommenden Jahren geben

Eine etwas andere Veranstaltung war die »Rote Nacht« in Staudach-Egerndach, die Toni Lösch vorbereitet hatte. Mitglied Ronald Spaltmann und seine Jay-Q-Band sorgten für ausgezeichnete musikalische Unterhaltung. Der Erfolg macht Mut, diese auch in den nächsten Jahren durchzuführen. Zusammenfassend stellte Hahn fest, dass die politische Arbeit am Ort nur dann erfolgreich gestaltet werden könne, wenn viele Leute aktiv an der Verwirklichung mitwirken. Dies zeige vorbildhaft der Grassauer Ortsverein.

Der Kassenbericht von Sabine Jantke zeigte auch die finanziell gesunde Lage des Ortsvereins trotz der Wahlkämpfe.

In seinem Bericht aus dem Marktgemeinderat blickte der neue Fraktionsvorsitzende Olaf Gruß auf die ersten Entscheidungen des neuen Gemeinderats zurück. Die Funktion des Fraktionsvorsitzenden zu übernehmen, sei eine große Ehre als Nachfolger von Hans Hornberger sen., Hartmut Buchner, Rudi Jantke und Hans Hornberger. Besonders lobte er seinen Vorgänger, der mit großem Einsatz in den vergangenen zwölf Jahren dieses Amt ausfüllte. Zu seinem Stellvertreter wurde Herbert Gschöderer gewählt.

Marina Gasteiger wurde als Sportreferentin Nachfolgerin von Herbert Gschöderer, Xaver Schreiner übernahm die Funktion als Referent für Energie und Umwelt. So profitiere die Kommune weiterhin vom Wissen und Engagement des vormaligen Marktgemeinderats. Referent für Senioren und Behinderte wurde Rudi Klingler. Bei den ersten Aktionen vom Computerkurs bis zu Ausflügen habe er schon Engagement bewiesen.

Die ersten Beschlüsse des neuen Gremiums zeigten, dass er im Sinne des Ehemaligen weiter arbeite. Im Mittelpunkt standen die letzten Schritte zur Ortskernsanierung von Mietenkam, auch die letzten Auftragsvergaben beim Bau des Rot-Kreuz-Heimes. In den nächsten Wochen werden auch am westlichen Ortseingang von Rottau und in Mietenkam auf Vorschlag der Grassauer SPD Anlagen zur Geschwindigkeitsanzeige aufgestellt. Man erhoffe sich von dem lächelnden oder kritischen Gesicht, den Verkehr zu bremsen, nachdem ein Bau von Verkehrsinseln von Behörden abgelehnt worden war.

Bürgermeister Rudi Jantke berichtete über die Ortskernsanierung in Mietenkam. Insgesamt seien Kosten von 2,2 Millionen einschließlich Grundstückskauf entstanden, von denen mehr als die Hälfte im Rahmen der Städtebauförderung durch Zuschüsse gedeckt wird. Der Dorfladen sei eröffnet und werde auch gut angenommen. Dies zeigten auch die oft gut besetzten Tische davor, auch wenn der Café-Betrieb noch etwas von der Baustelle behindert werde. Zur Einrichtung des Veranstaltungsraumes wurde auf Vorschlag der Gemeinde ein Gremium mit Mietenkamern eingerichtet.

Leider gab es für das Rot-Kreuz-Gebäude keinerlei Zuschüsse von der Regierung, obwohl es sich ja wirklich um eine überregional wichtige und unabdingbar notwendige Einrichtung für das Achental handle, bedauerte Jantke. So müsse das Gebäude über Mieteinnahmen langfristig finanziert werden. »Es war aber für den Marktgemeinderat und mich nie eine Frage, dass wir die professionelle und auch ehrenamtliche Arbeit des Roten Kreuzes mit allen Kräften trotz des großen finanziellen Aufwandes unterstützen werden.«

Kindergarten braucht mehr Personal für Asylbewerber

Ein weiteres Problem sehe er auf die Gemeinde mit dem Asylbewerberheim zukommen. In der Gemeinschaftsunterkunft seien jetzt 147 Personen, zumeist Familien aus Syrien und Afghanistan, untergebracht. Weder im Heim, noch außerhalb, untereinander oder im Verhältnis zur Bevölkerung gab es jemals nennenswerte Probleme. Nun entstehe aber zunehmend ein Problem in Kindergarten und Schule, für das die Regierung zuständig sei. Die steigende Zahl von Kindern, die teilweise durch ihre Vergangenheit auch traumatisiert seien, erfordere ein höheres Maß an Zuwendung. Dies sei aber kaum im Rahmen der derzeitigen personellen Ausstattung zu verwirklichen. Um auch keine Benachteiligung anderer Kinder aufkommen zu lassen, sei eine baldige Lösung notwendig.

Abschließend  wies Jantke auf die im kommenden Jahr anstehende Veranstaltung zur Markterhebung vor dann 50 Jahren hin. og