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Verhaltenes Kaufinteresse beim Großviehmarkt

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Die Züchter Barbara (von links), Martin jun. und Martin Geserer präsentierten den vom Aufzüchter Bernhard Entfellner geführten, hornlosen Gepard-Sohn, den die Besamungsstation Bayern Genetik für 3500 Euro kaufte.

Traunstein. Nach den hohen Preisen auf den letzten Großviehmärkten in Traunstein ist offensichtlich ein Teil der Käufer verschreckt worden. Dies führte zu großen Preisdifferenzen und einem erheblichen Teil nicht abgegebener Jungkühe. Es fanden auch nur fünf von acht angebotenen Zuchtstieren einen Käufer. Die Natursprungstiere kosteten zwischen 1650 und 1850 Euro. Zwei Stiere konnten in den Besamungseinsatz zum Grundpreis von 3500 Euro verkauft werden.


Der mittlere Erlös für die acht Zweitkalbskühe lag bei 1792 Euro. Die 70 verkauften Jungkühe erhielten bei im Mittel 1561 Euro den Zuschlag, wobei die gute Qualität des Novembermarktes nicht erreicht wurde. Eine deutliche Belebung erfuhr der Kälbermarkt. Trotz hoher Auftriebszahlen bei nur einer Woche Marktabstand von 555 männlichen Mastkälbern stieg der durchschnittliche Auszahlungspreis auf fast 5,50 Euro. Für 80- und 90-Kilo-Kälber ließen sich wieder Preise über 500 Euro erzielen.

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Einen Gepard-Sohn aus dem Zuchtbetrieb von Martin Geserer in Axdorf bei Traunstein erwarb sich die Besamungsstation Bayern Genetik. Aufgezogen worden war der Stier von Bernhard Entfellner aus Gröben. Der zweite Stier, der an die Besamungsstation in Greifenberg verkauft wurde, stammt aus der bekannten E-Linie des Zuchtbetriebes Ramstetter- Wallner aus Hinterau in der Gemeinde Ainring. Nach Gesamtzuchtwert ist er an 18. Stelle von 451 getesteten Zauber-Söhnen eintaxiert. Die teuerste Zweitkalbskuh stellte Georg Noichl aus Pettendorf bei Marquartstein. Die formschöne und leistungsstarke Kuh wurde für 1950 Euro ins Vilstal verkauft.

Ein sehr qualitätsbewusster Ankauf erfolgte bei den Jungkühen, wobei das Preisniveau auch bei den Spitzenkühen fiel. Zwölf Jungkühe erzielten noch einen Versteigerungspreis über 1900 Euro. Eine Medina-Tochter mit guter Melkbarkeit und 27,6 Kilogramm Milch von Bernhard Esterer aus Warisloh bei Teisendorf erhielt als teuerste Jungkuh den Zuschlag bei 2100 Euro. Es mussten sich allerdings 13 Züchter mit weniger als 1300 Euro Versteigerungspreis zufriedengeben. 21 Zuchttiere verblieben im Verbandsgebiet, 35 gingen in Zuchtbetriebe innerhalb Bayerns, zwei Kühe und 27 Jungkühe wurden nach Südtirol und Norditalien exportiert.

Erster Großviehmarkt im neuen Jahr ist am 23. Januar.