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Vereinsraum-Regelung: Es bleibt, wie es ist

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Wonneberg – Langjährige und verdiente Wonneberger Vereinsvorstände dürfen Geburtstagsfeiern kostenfrei im Vereinsraum in St. Leonhard abhalten. Während der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wollte Bürgermeister Martin Fenninger auch den Bürgern, die nicht in Vereinen organisiert sind, die Möglichkeit geben, größere Feste in dem Raum zu feiern – allerdings gegen Entgelt. Die Ratsmitglieder fanden kein großes Gefallen an der Idee und stimmten dagegen: Bis zur Realisierung des Bürgerheims soll an der gängigen Praxis nichts geändert werden.


Insbesondere wegen der geplanten Nutzungsgebühr gab es Bedenken im Kommunalparlament. »Wie soll das getrennt werden? Wer muss zahlen und wer nicht?«, fragte Helmut Helmberger in die Runde. Sepp Helminger sprach sich dafür aus, eine geringe Gebühr für alle, die den Raum nutzen wollen, einzuführen. Diese Idee wiederum stieß bei Martin Fenninger auf wenig Gegenliebe: »Meiner Meinung nach sollte man schon zwischen aktiven Vereinsmitgliedern und Bürgern ohne Vereinszugehörigkeit unterscheiden.« Schließlich hätten die Vereinsaktiven den Raum auch eingerichtet.

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Alexander Reinmiedl erkundigte sich, was mit dem Geld geschehen soll, das durch die Vermietung des Vereinsraums eingenommen werde. »Wir könnten es dem Sozialfonds zuführen«, erwiderte der Bürgermeister, während Helmut Helmberger anregte, das Geld für eventuell anfallende Reparaturen im Vereinsraum zu verwenden.

Zweiter Bürgermeister Peter Wolff plädierte dafür, die Frage nach einem Nutzungsentgelt erst zu diskutieren, wenn das Bürgerheim realisiert worden sei. Michael Frumm-Mayer wollte wissen, wie häufig größere Feiern im Vereinsraum zugelassen werden sollen und mahnte, die angedachte Neuordnung respektierlich zu handhaben. »Gegebenenfalls sollte eine Altersbegrenzung eingeführt und der Raum nur an den Wochenenden zur Verfügung gestellt werden«, bekräftigte er.

Stefan Eglseer befürchtete, dass für Nicht-Vereinsmitglieder kein Versicherungsschutz gelten könnte, da die Nutzung des Raumes ausdrücklich für Vereine festgelegt sei. Sepp Helminger ergänzte, dass für öffentliche Veranstaltungen der Brandschutz fehle und diesbezüglich auch kein Bestandschutz geltend gemacht werden könne; das heißt das Recht, den Raum unverändert in der bisherigen Form weiter zu nutzen, obwohl sich die einschlägigen Rechtsgrundlagen zwischenzeitlichen geändert haben.

Daraufhin votierte der Wonneberger Gemeinderat dafür, vorerst alles beim Alten zu belassen. mia

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