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Verein drohte das Aus

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Marquartstein. Die Jahreshauptversammlung des Veteranen- und Soldatenvereins Marquartstein im Gasthof Weßner Hof hätte beinahe die Auflösung des Vereins gebracht – doch am Ende wendete sich alles zum Guten.


Der Vorsitzende Georg Esterlechner, dessen Amtszeit als Vorsitzender noch bis 2013 währt, hatte im Vorfeld angekündigt, dass er aus gesundheitlichen und familiären Gründen sein Amt nicht mehr ausüben könne. Da auch die Fahnenabordnung wegen gesundheitlicher Probleme nur schwach besetzt ist, stand die Auflösung des vor 60 Jahren gegründeten Vereins drohend im Raum. Bei einer langen Debatte konnte kein Nachfolger gefunden werden, aber es wurde klar, dass die Auflösung des Vereins keinesfalls infrage komme.

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Bürgermeister Andreas Dögerl sagte, auch er könne leider keinen Nachfolger präsentieren. Er erklärte sich aber für das laufende Vereinsjahr bereit, bei Beerdigungen von Vereinsmitgliedern die Kranzniederlegungen und Traueransprachen sowie notwendige Ansprachen bei öffentlichen Versammlungen für den Verein zu übernehmen. Damit löste er großen Beifall aus.

Spontan sagten Georg Maier, Mathias Aigner, Georg Entfellner und Eberhard Münch zu, als Fahnenabordnung zu fungieren. Auch Hans Vent erklärte sich bereit, das Amt des Kassiers weiter auszuüben und alle anfallenden Verwaltungsaufgaben zu übernehmen. Angetan von der unerwartet positiven Entwicklung sagte Esterlechner, dass er nach Abtretung dieser Aufgaben eine Möglichkeit sehe, den ersten Vorsitz bis zu den ordentlichen Neuwahlen der Vorstandschaft 2013 weiter zu führen.

Georg Esterlechner gab bekannt, dass der Verein derzeit 77 Mitglieder hat, davon sind zwölf ehemalige Kriegsteilnehmer und drei Ehrenmitglieder. Der Kassenbericht von Kassier Hans Vent, der von Anton König geprüft worden war, war erfreulich positiv. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet. Vor der Versammlung fand ein Kirchenzug zum Kriegerdenkmal und ein Gedenkgottesdienst, begleitet von der Musikkapelle Marquartstein, für die gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege sowie der gefallenen Soldaten in Afghanistan statt. gi

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