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Verein & Brauchtum: Die Ruhpoldinger Trachtenvereine

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Foto: Tourismus Ruhpolding/Andreas Plenk
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Foto: Tourismus Ruhpolding/Andreas Plenk

Trachtenvereine gibt es bei uns in allen Gemeinden. Sie halten das Brauchtum hoch und sind in den Dörfern und Städten ein unverzichtbarer Teil des aktiven Vereinslebens. Ruhpolding hat das Privileg, gleich zwei sehr aktive Trachtenvereine zu haben.


Der ältere Verein ist der GTEV D´ Miesenbacher, 1893 gegründet. Zehn Jahre später hat sich der GTEV D´Rauschberger-Zell zusammengefunden. Zusammen zählen sie etwa 1250 Mitglieder. Früher hat es im Ruhpoldinger Talkessel drei eigenständige Gemeinden gegeben. Ruhpolding, Zell und Vachenau. Am 1. Januar 1882 haben sie sich zu einer Gemeinde zusammengeschlossen. Aus dieser geschichtlichen Vergangenheit sind die zwei Trachtenvereine entstanden. Beide Vereine sind bis heute sehr aktiv und gelten als „Veranstaltungskünstler“. Die Miesenbacher unter anderem als Ausrichter der bekannten Waldweihnacht, dem alljährlichen Dorffest und dem Gaufest 2014. Die Rauschberger feiern jedes Jahr das Waldfest und den Almkirta, um nur einige zu nennen. Beide Trachtenvereine haben sich vor allem die Jugendarbeit auf ihre Fahnen geschrieben. Gepflegt werden die Besonderheiten und Traditionen des Ruhpoldinger Tals auf lebendige Art und Weise und werden dadurch an die kommenden Generationen weitergegeben.

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Foto: Tourismus Ruhpolding/Andreas Plenk

Die beiden Vereine sind mit ihren Kinder-, Jugend- (ab 12 Jahren) und Aktivengruppen (ab 16 Jahren)  nicht nur hier im Chiemgau aktiv, sondern teilweise sogar über die Grenzen Bayerns hinaus. Trotz des gemeinsamen Ziels, der Pflege des Brauchtums, gibt es kleine, aber feine Unterschiede. Manche sind erst beim näheren Hinschauen zu erkennen. Die Tracht der Miesenbacher ist im hellen Rot, die der Rauschberger im dunklen Rot gehalten. Eine Historische Trachtengruppe nennt die Rauschberger ihr Eigen, bei den Miesenbachern gibt es so etwas nicht. Dafür tanzen diese den Kronentanz, die Aktivengruppe der Rauschberger tanzt den Sternentanz. Ansonsten sind alle Tänze gleich.

Foto: Tourismus Ruhpolding/Andreas Plenk

Wenn Sie bei den Frauen genau hinschauen, haben die verheirateten, die sogenannten Röckifrauen der Miesenbacher eine rosa Schürze. Die Rauschberger Röckifrauen eine grüne Schürze. Deren Buam sind an den Kniestrümpfen zu erkennen. An den Loifei-Strümpfen sind die Miesenbacher auszumachen. Die Dirndln der Kinder- und Jugendgruppe tragen Zöpfe, ab 16 Jahren dann die „Gredei“, die traditionelle Gretelfrisur. Es gäbe noch eine Reihe weiterer Unterschiede zu entdecken, was aber in beiden Vereinen gleich ist: Geselligkeit wird großgeschrieben  Die Madeln der Kinder- und Jugendgruppe tragen Zöpfe, ab 16 Jahren dann die „Gredei“, die traditionelle Gretelfrisur. Siegi Huber