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Verdiente Persönlichkeiten in München geehrt

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Innenminister Joachim Herrmann verlieh Georg Schützinger die kommunale Verdienstmedaille in Silber.
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Erhielt die Auszeichnung in München: Hans Haslreiter.
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Freute sich über die Ehrung: Ludwig Kleißl aus Waging.
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Geehrt wurde auch Heinz Dlugosch aus Traunreut.

Innenminister Joachim Herrmann hat am Montag an 43 Persönlichkeiten aus Bayern die Verdienstmedaille in Silber für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung verliehen. Darunter waren auch vier Männer aus unserer Region: Heinz Dlugosch aus Traunreut, Hans Haslreiter aus Unterwössen, Ludwig Kleißl aus Waging am See und Georg Schützinger aus Grabenstätt.


Mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold, Silber oder Bronze werden jährlich Personen geehrt, die sich insbesondere durch langjährige Tätigkeit als kommunale Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Die Bürger können Anregungen für diese Ehrung mit einer Darstellung der Verdienste bei der Gemeinde oder beim Landratsamt einreichen. Diese und eigene Vorschläge geben die Gemeinden und Landratsämter über die Bezirksregierungen an das Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr weiter. Geehrt wurden:

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Heinz Dlugosch (74) kann auf ein vielfältiges kommunalpolitisches Engagement für die Stadt Traunreut zurückblicken, heißt es in der Begründung für seine Auszeichnung. 42 Jahre lang hat er als langjähriges Mitglied des Stadtrats, und insbesondere als Zweiter Bürgermeister und als Fraktionsvorsitzender, nachdrücklich die Belange der Stadt Traunreut gefördert. Die positive Entwicklung der Stadt ist eng mit seinem Namen verbunden. Herausragend waren sein Interesse und sein Einsatz für die Förderung des Sports. 18 Jahre lang hat er als Sportreferent für die Stadt Traunreut gewirkt. Der in dieser Zeit gegründete Sportbeirat geht auf seine Initiative zurück. Heinz Dlugosch hat städtische Förderrichtlinien für Investitionen sowie für den laufenden Betrieb der Sportanlagen entworfen, die inzwischen auch für andere städtische Förderprogramme außerhalb des Sports als Grundlage herangezogen werden. Hervorzuheben ist sein Engagement für die Planung und den Bau der Dreifachturnhalle sowie für die Realisierung der ersten Schultennis-Plätze in Bayern zu Beginn seiner Stadtratstätigkeit. Über das kommunale Ehrenamt hinaus hat sich Heinz Dlugosch für die Belange des Sports auch in der Vereinsarbeit unermüdlich eingesetzt. Ein weiteres zentrales Thema seiner kommunalpolitischen Arbeit ist der soziale Bereich. Als Mitglied des Stadtrats Traunreut sowie als Vorstandsmitglied im Rotary-Club Traunstein hat er soziale Projekte in Traunreut ins Leben gerufen, wie etwa den Deutschunterricht für Mütter von Aussiedler-Kindern und den zusätzlichen Unterricht zur Vorbereitung von Schülern auf den qualifizierenden Abschluss an der Mittelschule. Seine Erfahrung, sein Sachverstand und seine ausgleichende Art waren im Stadtrat über alle parteipolitischen Grenzen hinweg anerkannt und hoch geschätzt.

Hans Haslreiter (72) hat sich über 36 Jahre hinweg mit großer Tatkraft für die Belange der Gemeinde Unterwössen und ihrer Bürgerinnen und Bürger engagiert. Zunächst als Mitglied des Gemeinderats, sechs Jahre als Zweiter Bürgermeister und schließlich 18 Jahre als Erster Bürgermeister hat er die Entwicklung der Gemeinde Unterwössen vorangebracht und positiv geprägt. Erfolgreich hat er sich für die Planung und den Bau der Hochwasserschutzmaßnahmen in der Gemeinde Unterwössen eingesetzt. Im Zuge der Dorfsanierung wurde der Rathausplatz neugestaltet. Ein Gewerbegebiet wurde erschlossen. Ein wichtiges Anliegen war ihm die Unterstützung der örtlichen Feuerwehren. Nachdrücklich ist er dafür eingetreten, die beiden Standorte in Ober- und in Unterwössen zu erhalten Zudem lag ihm auch der Erhalt des Schulstandorts Unterwössen mit Grund- und Mittelschule sehr am Herzen, ebenso wie der Fortbestand der gemeindeeigenen Musikschule. Ein weiterer Erfolg, den Hans Haslreiter in seiner Amtszeit als Erster Bürgermeister erzielen konnte, ist der freie Zugang für den Badeplatz am Wössner See.

Ludwig Kleißl (74) gehörte 42 Jahre lang dem Marktgemeinderat Waging am See an. In den vielen Jahren seines kommunalpolitischen Wirkens hat er sich mit außerordentlichem Engagement sachkundig für die Belange der Marktgemeinde eingesetzt. Zwölf Jahre gestaltete er die Gemeindepolitik als Dritter Bürgermeister an verantwortlicher Stelle mit. Insbesondere als langjähriges Mitglied des Bauausschusses hat er viele, für die Gemeinde wichtige, Vorhaben angestoßen und mitgetragen. Mit seiner beruflichen Erfahrung als Bautechniker hat er insbesondere die städtebauliche Entwicklung in der Marktgemeinde positiv beeinflusst. Bei der Ausweisung von neuen Baugebieten hat er im Laufe der Jahrzehnte viele Vorschläge und Ideen miteingebracht. Maßgeblich mitgewirkt hat Ludwig Kleißl auch bei wichtigen Grundstücksverhandlungen. Hervorzuheben sind seine Verdienste im Rahmen des Grunderwerbs für die Martinistraße, eine der wichtigsten Zufahrten zum Ort. Dank der vermittelnden Rolle von Ludwig Kleißl konnte der Grunderwerb erfolgreich durchgeführt werden. Über sein Mandat als Marktgemeinderat hinaus hat Ludwig Kleißl das Vereinsleben in Waging a.  See entscheidend mitgeprägt und dadurch das gesellschaftliche Miteinander im Ort gestärkt.

Georg Schützinger (59) fördert als Erster Bürgermeister der Gemeinde Grabenstätt mit großer Einsatzbereitschaft und außerordentlicher Tatkraft die Belange der kommunalen Selbstverwaltung. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat er wegweisende Entscheidungen angestoßen und verwirklicht. Als besonderer Verdienst ist sein Engagement für den Bau der Umgehungsstraße hervorzuheben. Durch seinen unablässigen Einsatz wurde der Ortsbereich vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr befreit. In der Folge konnte der Ortskern saniert werden, sodass der Marktplatz nun als Ort der Begegnung und für Veranstaltungen aller Art genutzt werden kann. Erfolgreich gelang es Georg Schützinger stets, die Menschen in der Gemeinde zusammenzubringen. Durch die aktive Arbeit mit und in den Vereinen konnte er die Bürgerinnen und Bürger für seine Vorhaben gewinnen. Es entstand etwa ein Förderverein zum Bau einer neuen Turn- und Mehrzweckhalle oder zur Unterstützung des Kreisaltenheims in Grabenstätt. Darüber hinaus tätigte die Gemeinde unter seiner Führung viele bedeutende Investitionen wie den Umbau des Schlosses Grabenstätt zum Rathaus, den Ausbau der Kanalisation, die Ausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen oder die Verbesserung der Schul- und Kindergarteneinrichtungen. Seit 24 Jahren engagiert er sich zudem kompetent für die Region als Mitglied des Kreistags Traunstein.