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Verbiss-Situation: Positive Entwicklung

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Siegsdorf – Beherrschendes Thema der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft »Siegsdorf links der Traun« waren die Verbiss-Situation am Thannberg und der im Jahr 2017 auslaufende Pachtvertrag mit den Jagdpächtern.


Johann von Mallinkrodt als langjähriger Jagdpächter schlug der Versammlung vor, den Vertrag um sechs Jahre zu verlängern und eine beiderseitige Kündigungsklausel nach drei Jahren festzulegen. In einer Abstimmung sprach sich jedoch eine deutliche Mehrheit der 24 anwesenden Jagdgenossen für eine Neuverpachtung im nächsten Jahr aus. Die Vertragslaufzeit soll dann die üblichen neun Jahre betragen und nach dem einstimmigen Willen der Genossen wird die Haftung bei Schwarzwild auf 100 Prozent festgelegt.

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Am Tag zuvor hatte eine Waldbegehung am seit Jahren heiß diskutierten Thannberg stattgefunden. Viele Jagdgenossen waren mit den Jagdpächtern und Vertretern der Jägerschaft und des Forstamts unterwegs und stellten eine durchweg positive Entwicklung fest. Der erhöhte Abschuss der letzten zwei Jahre hat Wirkung gezeigt, die Verbiss-Situation hat sich weitgehend normalisiert. Um die Entwicklung weiter zu beobachten und richtig einschätzen zu können, soll eine Fläche festgelegt werden, die jährlich kontrolliert und verglichen werden kann. Für die Bereiche Daxlberg, Adelholzen, Alzing, Reuten und Thalham werden noch Begehungstermine vereinbart.

Jagdpächter Johann von Mallinkrodt betonte, dass es immer schwieriger werde, die Abschusszahlen zu erfüllen. Im vergangenen Jahr wurden 54 Rehe erlegt, wobei acht Stück als Fallwild verzeichnet werden mussten. Ihm und seinen Mitpächtern sei aber bewusst, dass trotz der positiven Entwicklung am Thannberg eine intensive Bejagung auch künftig vonnöten sein werde.

Schriftführer Franz Mayer hatte zu Beginn das vergangene Jahr noch einmal aufgearbeitet. Den sich weiterhin positiv darstellenden Kassenbericht trug Vorstand Bernhard König für den beruflich verhinderten Kassenwart Florian Landler vor.

Von einem sehr gut ausgelasteten Kühlhaus, das an 52 Tagen genutzt wurde, berichtet Josef Krammer. Die Ausgaben, vor allem für Versicherungen und Unterhalt, würden aber jährlich höher. Die gemeinschaftlichen Maschinen und Geräte der Genossenschaft sind laut Vorstand König in gutem Zustand, größere Reparaturen oder Neuanschaffungen sind derzeit nicht erforderlich. Für die Wiesenwalze konnte ein neuer Standort gefunden werden; sie wird künftig im Primushof in Adelholzen eingestellt. FK