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Verbesserungen für Radfahrer zum Ziel

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Die Durchfahrt für Radfahrer unter dem Akzentehaus wird von den Anwohnern aus Sicherheitsgründen nicht gern gesehen und soll verboten werden. (Foto: Mix)

Traunreut – Eine Delegation des Arbeitskreises Verkehr (AKV) unter Leitung von Reinhard Piehler traf sich mit Vertretern der Stadtverwaltung, um über aktuelle Verkehrsplanungen zu sprechen. Der AKV spricht sich bei den beiden größeren Projekten der nächsten Jahre an der Fridtjof-Nansen und an der Adalbert-Stifter-Straße für eine ausreichende Berücksichtigung der Radfahrer aus.


Bei dem einmal im Jahr stattfindenden Gespräch zeigten Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann, Claudio Beilhack und Udo Albrich den derzeitigen Planungsstand auf. Für die Nansenstraße sieht der Plan eine Lkw-Spur von der Werner-von-Siemens-Straße bis zur Werkseinfahrt der Firma Heidenhain vor. Auf der Ostseite der Straße soll ein breiter Gehweg gebaut werden. An der ganzen Straße wird die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt, die Radfahrer müssen mit den Autos die Fahrbahn benutzen.

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Diese Lösung lehnt jedoch der AKV ab. »Der AKV hat ein Radwegekonzept für die Stadt Traunreut erstellt. In diesem wird ein beiderseitiger Radweg gefordert«, betont Vorsitzender Reinhard Piehler. Da die Straße sieben Meter breit geplant wird, könnte nach Meinung des Arbeitskreises auf jeder Seite zumindest ein Radschutzstreifen markiert werden. Dabei wird ein Teil der Fahrbahn für Radfahrer reserviert, die Abtrennung erfolgt durch eine Linie.

Piehler erläutert: »Der Schutzstreifen für Radfahrer darf im Bedarfsfall ohne Gefährdung des Radverkehrs von Kfz überfahren werden.« Um die Regelbreite von 1,5 Metern zu erreichen, müsste allerdings der Gehweg um einen halben Meter schmaler gebaut werden. Bei der Einmündung der Robert-Koch-Straße in die Nansenstraße ist zudem ein großer Platz vorgesehen, der auch für die Schulkinder gedacht ist, die hier ankommen und abgeholt werden. Der AKV bemängelt, dass an dieser Stelle kein Fußgängerüberweg zur Sicherheit der Schüler eingeplant ist.

Der Pläne zum Umbau der Adalbert-Stifter-Straße entspricht weitgehend den Vorstellungen des Arbeitskreises. Der Absicht, den Radweg auf der Südseite der Grünanlage zu nutzen, stehen Einwände der Bewohner des »Akzentehauses« entgegen, die die Durchfahrt unter dem Haus aus Sicherheitsgründen verbieten wollen (wir berichteten).

Da dieser Teil des Radwegs über Privatgrund führt, müsste der Weg um das Gebäude herum verlegt werden, was zusätzliche Kosten verursachen würde. Außerdem sei dann fraglich, ob der Weg auch angenommen wird, so Piehler: »Es bietet sich auch hier ein beiderseitiger Radschutzstreifen an. Eine Lösung wie an der Nansenstraße wäre möglich. Die Streifen würden durchgängig von der Carl-Köttgen-Straße bis zum Traunring führen.«

Anstelle einer Querungshilfe auf Höhe des Seniorenzentrums regte der Arbeitskreis einen Zebrastreifen an. Außerdem könnte nach Meinung der AKV-Mitglieder die Grünanlage beim Seniorenzentrum mit Spazierwegen und Parkbänken aufgewertet werden. Auf der Südseite der Straße entstehen wie berichtet einige Längsparkplätze. Es sollten dabei aber laut AKV nur Bäume gefällt werden, wenn es unvermeidlich ist.

Schließlich informierten die Sachbearbeiter der Stadtverwaltung noch über die bevorstehende Sanierung des Irsinger Berges. Bei geeigneter Witterung soll noch in diesem Jahr die Straße vor Abrutschen gesichert werden. Entlang des Abhangs werden dazu Bohrungen eingebracht, die ausbetoniert werden. Auf diese Säulen wird dann ein Betonriegel entlang der Straße betoniert. Im nächsten Jahr werden auf der, dem Berg zugewandten Seite Kanal und Wasserleitungen verlegt. Zum Abschluss wird eine neue Asphaltdecke aufgebracht und nach Möglichkeit werden Ausweichplätze geschaffen.

Eine Radwegführung ist am Irsinger Berg aufgrund der Platzverhältnisse nicht möglich, die Geschwindigkeit soll jedoch auf 30 km/h begrenzt werden, hieß es. Der AKV schlug noch vor, die Geländer bis zur Traunbrücke in Edelstahl auszuführen, um das häufige Auswechseln von Holzpfosten zu vermeiden. mix