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Verbesserungen auf der Traun-Alz-Linie: Ein »Zuckerl« für Busnutzer

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Traunstein. Einen »Befriedungsvorschlag« für Busnutzer der Traun-Alz-Linie segnete am Donnerstag der Kreisausschuss einhellig ab. Der Landkreis Traunstein hat zusätzliche Fahrten geordert, die mit dem neuen Fahrplan ab 15. Dezember gelten. Dafür greift der Kreis tief in die Tasche: Die Ergänzungen, die das Angebot von Mitte Mai 2013 wiederherstellen, kosten ihn 69 570 Euro.


Landrat Hermann Steinmaßl hatte nach der jüngsten Sitzung von Kreisausschuss und ÖPNV-Ausschuss nochmals mit dem Verkehrsunternehmen RVO verhandelt. Das Unternehmen hatte im Sommerfahrplan mehrere Linien ersatzlos gestrichen (wir berichteten). Das hatte zu Beschwerden von Bürgern und Kommunen geführt.

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Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid, CSU, kommentierte die Nachricht mit den Worten: »Bei aller Dankbarkeit – aber zahlen muss jetzt der Landkreis.«

Ohne finanzielle Belastung des Landkreises wird die RVO darüber hinaus an Sonn- und Feiertagen den Kurs 174 wieder über Aiging bedienen. »Das ist ein Zuckerl für die Bürger Aigings«, sagte Steinmaßl.

Berufsschulen: Schülerzahlen sind rückläufig

Die Schülerzahlen an den Berufsschulen, der Fachoberschule/Berufsoberschule (FOS und BOS) in Trägerschaft des Landkreises veränderten sich im aktuellen Schuljahr 2013/14 gegenüber dem Vorjahr nur unerheblich. Allerdings gab es in manchen Berufsfeldern teils gravierende Verschiebungen. Die Gesamtschülerzahl an der Staatlichen Berufsschule I, der gewerblichen Berufsschule, geht seit Jahren leicht zurück. Mit nun 2351 Schülern liegt sie jedoch im Durchschnitt der Jahre 1997 bis 2006. Bei den Berufsfeldern nahm der Bereich »Metall« im Vergleich mit 2012/13 um 33 junge Leute zu auf 1028. Mehr Berufsschüler stiegen auch in die Bereiche »Elektro« (plus 19 auf 403 Schüler), »IT« (plus 23 auf 241) und »Bau« (plus 39 auf 123) ein. Für »Holz« entschieden sich gleich 51 Personen mehr, wodurch die Schülerzahl auf 120 kletterte. Deutlich geringer war das Interesse am Bereich »Ernährung« mit einem Rückgang um 90 auf 307 Berufsschüler.

Ähnliche Schwankungen verzeichnete der Landkreis an der Staatlichen Berufsschule II, der kaufmännischen Berufsschule, deren Schülerzahl sich um 90 auf 1555 gegenüber dem Vorjahr minderte. Während sich das Berufsfeld »Bank« mit jetzt 98 Schülern um 13 reduzierte, wählten 36 Personen mehr, insgesamt 190, den Bereich »Büro«. Erheblich weniger Zulauf (minus 17 Schüler) fand das Berufsfeld »Verwaltungs- und Rechtsanwaltsfachangestellte« mit noch 185 Schülern. In den übrigen Bereichen waren die Veränderungen unauffällig.

Immer mehr Schüler besuchen die FOS und BOS

Leicht zurück um 19 auf 459 fiel die Schülerzahl an der Staatlichen Berufsschule III, der landwirtschaftlichen Berufsschule. Zunehmende Tendenz verzeichnete die FOS mit plus 61 auf 653 Schüler, während 42 Schüler weniger, insgesamt 271, die BOS besuchten. Hinzu kamen noch 35 Vorkursschüler, acht weniger als 2012/2013. Steinmaßl würdigte: »Das sind gewaltig viele junge Menschen, die über FOS und BOS in zwei Jahren die Hochschulreife erreichen. Das ist die mit Abstand größte Abiturklasse mit etwa 500 Schülern.« Nahezu konstant blieb die Schülerzahl mit 192 am Förderzentrum Traunstein.

Auch Zuschüsse standen am Donnerstag auf der Agenda des Kreisausschusses: Die Maschinen- und Betriebshilfsringe Traunstein und Laufen erhielten 5300 beziehungsweise 2700 Euro Zuschuss für 2013. Die Beträge sind seit 2004 unverändert. Den Salzburger Zivilschutzverband unterstützte der Landkreis Traunstein mit 5500 Euro zur Durchführung der »Kindersicherheitsolympiade 2014«. Einige Veranstaltungen davon finden auf Traunsteiner Kreisgebiet statt – ein Bezirks- und Regionalfinale in Palling sowie das gemeinsame Landesfinale in Waging. Die sogenannte »Safety-Tour« bringt Kindern die Themen »Zivil- und Selbstschutz« näher. Themenbeispiele sind: Wie funktioniert ein Feuerlöscher? Welche Notrufnummer muss ich bei einem Brand wählen? Was bedeutet das Gefahrenzeichen »Totenkopf«? 2013 nahmen schon rund 1400 junge Leute aus dem Landkreis Traunstein an den verschiedenen Veranstaltungen teil.

Hirschauer Bucht: Aufräumarbeiten laufen

Alfons Baumgartner, Bayernpartei, informierte, dass in der Hirschauer Bucht begonnen worden sei, die Hinterlassenschaften des Juni-Hochwassers aufzuräumen. Landrat Hermann Steinmaßl erwiderte, die Maßnahme sei Sache des Freistaats Bayern. Er sei »froh, wenn was unternommen wird«. kd

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