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Verband lieferte 32 000 Kubikmeter Trinkwasser

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Der neue Hochbehälter am Mühlberg liegt auf 642 Meter über Normalnull. (Foto: Reichenbach)

Schleching. Bei der Verbandsversammlung des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Schleching berichtete der Vorsitzende Georg Stöger über den Verlauf der Wasserversorgung und die vergangenen zwei Jahre.


Der WBV wurde 1928 als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet und hat zurzeit 214 Mitglieder. 2012 versorgte der WBV Schleching mit 628 Einwohnern mit zirka 32 000 Kubikmeter Trinkwasser. Der jährliche Verbrauch pro Einwohner beträgt zirka 50 Kubikmeter. Der gesamte Tagesverbrauch umfasst zirka 86 Kubikmeter. Für das Wasser wird pro Haushalt ein jährlicher Grundpreis von 87 Euro berechnet, darin sind bereits 150 Kubikmeter Wasser enthalten. Der darüber hinausgehende Bedarf kostet 40 Cent pro Kubikmeter.

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Die Bergquelle liefert jährlich zirka 136 600 Kubikmeter Wasser, davon werden zirka 23 Prozent ins Netz eingespeist. Seit dem Jahr 2000 investierte der WBV rund 540 000 Euro in Reparaturen und Neubauten. Neu gebaut wurde seit dieser Zeit der Hochbehälter am Mühlberg (642 Meter über Normalnull) mit einem Speichervolumen von zweimal 125 Kubikmetern. Die Quelle (750 Meter über Normalnull) wurde neu gefasst und der Quellsammler (705 Meter über Normalnull) erneuert. Ebenfalls erneuert wurde die komplette Leitung von der Quellfassung bis zum Quellsammler, von dort bis zum Hochbehälter und weiter bis zum Ortsnetz.

Im Zuge der Dorferneuerung wurden außerdem mehrere Leitungen im Ortsnetz erneuert. Alle Investitionen wurden ohne Fremdkapital geleistet, viele Arbeiten erledigte der WBV in Eigenregie. Die Personalkosten sind niedrig. Die Arbeiten erläuterte Stöger anhand einer Bildpräsentation, die Timo Kleinschroth zusammengestellt hatte.

Stöger schilderte außerdem die Störungen der letzten zwei Jahre. 2011 fand sich Kies im Hochbehälter. Die Lecksuche gestaltete sich schwierig. Grund war ein Leitungsbruch durch einen umgestürzten Baum zirka 50 Meter oberhalb des alten Quellsammlers. Im August wurde ein neuer Quellsammler angeschlossen. Die etwa 50 bis 60 Jahre alte Leitung wurde erneuert. Wegen Luft in der Leitung musste ein weiterer Entlüfter gesetzt werden. Danach kam alles Wasser im Hochbehälter an.

Im September 2012 stieg der Wasserverlust plötzlich auf 120 Kubikmeter pro Tag an. Wasserwart Josef Pfaffinger vermutete den Schaden richtig an einer Baustelle an der Schulstraße. Dort hatte ein Betonbrocken die Leitung beschädigt. Daraufhin mussten die Leitung verlegt und neue Schieber gesetzt werden.

Geschäftsführer Jakob Wimmer trug den Jahresabschluss für 2011 mit 60 500 Euro vor. Die Einnahmen lagen bei rund 28 000 Euro, die Investitionen bei rund 41 000 Euro. Der Jahresabschluss 2012 umfasste rund 84 500 Euro, bei Einnahmen von rund 30 500 Euro und Investitionen von rund 21 000 Euro.

Stöger hob die Bedeutung des sauberen Quellwassers aus einer Bergquelle hervor. Arbeiten und Reparaturen seien allerdings technisch schwierig. Er würdigte die gute Zusammenarbeit mit dem Leiter der Forstdienststelle Schleching Christian Zaiser. bre