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Veitsgroma Fanfarenzug feierte 50-jähriges Bestehen

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Beim Faschingsauftakt in Traunstein trat auch die Garde der Teisendorfer Faschingsgesellschaft Sing Sang auf.

Traunstein. Ihren traditionellen Faschingsauftakt feierte die Veitsgroma Zunft Traunstein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das 50-jährige Bestehen des Veitsgroma Fanfarenzuges. Etliche Faschingsgesellschaften aus der Umgebung kamen zum Gratulieren in die festlich geschmückte Franz-Eyrich-Halle.


Präsidentin Sonja Preisach gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Fanfarenzuges, der 1964 vom damaligen »Bürgermeister« des Veitsgrabens, Franz Haberlander, mit vier Fanfarenbläsern und zwei Trommlern gegründet wurde. Ein Jahr später hatten die Mit-glieder, mit schwarzer Hose und weißem Hemd bekleidet, ihre ersten öffentlichen Auftritte. Mitte der 1970er Jahre wechselte eine Anzahl von Bläsern des aufgelösten TVT-Fanfarenzuges zu den Veitsgromern, sodass der Fanfarenzug auf rund 20 Mann anwuchs.

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Ab 1975 übernahm Alois Aschenbrenner die Leitung. Unter Oberbürgermeister Rudolf Wamsler wurden die Trommler und Bläser mit den Uniformen in den Traunsteiner Stadtfarben ausgestattet und erhielten die Erlaubnis, das Traunsteiner Stadtwappen zu tragen. Seit 1993 ist Günter Schroth Musikmeister des Fanfarenzuges.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke gratulierte zum Jubiläum und wünschte der Veitsgroma Zunft eine gute Faschingssaison. Als Oberbürgermeister übergab er in Ermangelung eines Faschingsprinzenpaares der Veitsgroma-Präsidentin Preisach das Regiment in der Stadt. Damit zugleich auch die Stadtkasse, die allerdings sehr wenig wog, weil nicht viel drin war. Nur einige Münzen, die allerdings dazu reichten, dem Fanfarenzug anlässlich seines Jubiläums neue Fanfarentücher zu spendieren. Der Oberbürgermeister übergab auch den Stadtschlüssel, allerdings mit der Maßgabe, ihn am Unsinnigen Donnerstag beim Rathaussturm wieder zurückzugeben. »Bis zum Unsinnigen haben jetzt die Narren das Wort in der Stadt«, bekräftigte er. Kösterke wusste auch, warum der Fanfarenzug gegründet wurde: »Er soll Signal geben, wenn die Surberger einmarschieren wollen.«

Nachdem die Fanfarer einige Stücke zum Besten gegeben hatten, waren die Garden und Tanzgruppen mit ihren Gardemärschen und Showtänzen an der Reihe. Die Veitsgroma boten ihre Kinder- und Jugendgarde, die Veitsgroma Garde und die Power-Frauen auf. Weiter traten bei dem bunten Programm auf Sing Sang Teisendorf, die Salzburger Faschingsgilde, der Faschingsclub Tittmoning, die Tanzgruppe Heiligkreuz, die Faschingsgilde Naracucula aus Kuchl, der Faschingsverein So Halunke aus Waging, die Oidnmarkta Bochratzn aus Altenmarkt, die Faschingsgilde Trimelkam aus Oberösterreich, der TSV Grabenstätt und auch die Faschingsfreunde Blau-Weiß Kammer. Bjr