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VdK Staudach-Egerndach hat keine Sammler

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Ehrung beim VdK Staudach-Egerndach: Walter Hindlinger (links, Kreisverband Beisitzer) ehrte gemeinsam mit Ortsvorsitzendem Nikolaus Weisser (rechts) Eberhard Post für 30-jährige Zugehörigkeit. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach. Wie wichtig der Sozialverband VdK auch in Staudach-Egerndach ist, betonte 1. Vorsitzender Nikolaus Weisser bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof zum Ott. Allerdings bedauerte er, dass im vergangenen Jahr kein Mitglied als Sammler für die Aktion »Helft Wunden heilen« gefunden werden konnte.


An vielen kirchlichen Festen beteiligte sich der VdK. So erinnerte Weisser unter anderem an den Jahrtag der Ortsvereine und an die Kranzniederlegung am Volkstrauertag, »eine wichtige Aktion gegen das Vergessen«. Auch informierte der Vorsitzende über die im vergangenen Frühjahr organisierte Abstimmung für oder gegen Olympia, denn dies habe auch eine Zusammenkunft und Diskussion der Ortsvereine zur Folge gehabt. Der VdK habe sich mit dem Thema beschäftigt, da nach den Olympischen Spielen auch die Paralympics abgehalten worden wären. Die Ortsverbände südlich der Autobahn wären für Olympia gewesen, denn viele behindertengerechte Umbauten, sei es Absenkung von Gehwegen, wären dann schneller vonstatten gegangen, vermutet Weisser. Des Weiteren habe er eine Schulung in Waldkirchen, im Bayerischen Wald besucht, wobei es auch um das Thema Pflegebegleiter gegangen sei. Auch in Staudach-Egerndach gebe es eine ausgebildete Pflegebegleiterin, Johanna Höger. Dies heiße aber nicht, so Weisser, dass der Pflegebegleiter pflegende Arbeiten ausführt. Er soll lediglich pflegende Angehörige unterstützen und einmal pro Woche für zwei Stunden auf die pflegende Person achtgeben, damit die Angehörigen auch einmal wichtige Besorgungen erledigen können.

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Leider habe es im vergangenen Jahr keine »Helft Wunden heilen«-Sammlung gegeben, da derzeit kein Mitglied diese Sammlung übernehmen wollte und konnte. Er hoffte, dass sich unter den 91 Mitgliedern wieder engagierte Personen finden lassen, die für die Fürsorgekasse sammeln. Schließlich könne dieses Geld dazu dienen, schnell in Not geratenen Menschen zu helfen. Er dankte seinem Stellvertreter Schorsch Angerer, der Schriftführerin Christl Schmid und der Kassenführerin Antonia Stein für ihren Einsatz.

Auch dieses Jahr werde sich der VdK wieder am Jahrtag am 24. April beteiligen und am Volkstrauertag einen Kranz niederlegen. Gemeinsam mit der Krieger- und Soldatenkameradschaft werde auch wieder eine Weihnachtsfeier organisiert. Nicht nur als Vorsitzender des VdK Ortsverbands, sondern auch als Trachtenvorstand bat Weisser um Unterstützung beim Gautrachtenfest und rief die Mitglieder auf, die Veranstaltungen zu besuchen.

Kreisvorstandsmitglied Walter Hindlinger betonte, dass durch die Gesellschaftspolitik immer mehr Menschen die Hilfe des VdK benötigen. Mittlerweile werden 11 300 Mitglieder vom Kreisverband betreut. Zu den Pflegebegleitern informierte er, dass bereits 34 Personen im Landkreis ausgebildet wurden, sich die Vermittlung aber etwas schwer gestalte. Aus diesem Grund wurde eine neue Stelle geschaffen, die diese Angelegenheit koordiniere. »Manche Pflegende merken gar nicht, wie sie unter Stress stehen und wie gut zumindest eine stundenweise Unterstützung ist«, so Hindlinger. Bürgermeister Hans Pertl lobte den VdK für das Engagement und hob das weitreichende Spektrum hervor. Schließlich konnten Nikolaus Weisser und Walter Hindlinger noch einige langjährige Mitglieder ehren. Für dreißigjährige Zugehörigkeit wurde Eberhard Post geehrt. Seit zehn Jahren sind Rudolf Kracher, Jürgen Triesethau, Josef Bauer und Gisela Werner dem Verband treu. tb