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Variobus für mehr Mobilität auf dem Land

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Taching am See. Erste Früchte trägt das Projekt »MORO«, an dem die Gemeinden Fridolfing, Kirchanschöring, Taching und die Stadt Tittmoning teilnehmen. In der jüngsten Tachinger Gemeinderatssitzung wurde bekannt, dass in Kürze ein sogenannter Variobus zum Einsatz kommen soll. Ziel dieses Busses ist eine Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum.


Der Variobus wird künftig an allen Wochentagen von früh morgens bis nachts im Einsatz sein. Feste Fahrtzeiten sind aber nicht festgelegt. Vielmehr muss man eine benötigte Fahrt mit einer Vorlaufzeit von zwei Stunden anmelden. Beförderungen sind nur innerhalb der am »MORO-Projekt« teilnehmenden Gemeinden sowie zum Waginger Bahnhof möglich.

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Der vom Fahrgast zu zahlende Fahrpreis beträgt je nach Fahrtstrecke maximal vier Euro. Die günstige Beförderung ist nur möglich, weil es Fördermittel für das Projekt mit gibt. Die Gemeinde wird zwar für den Einsatz des Variobusses einen Anteil leisten müssen.

Dieser sei aber »von untergeordneter Bedeutung«, wie es in der Sitzung hieß. Zudem sind die Gemeinden für die Beschilderung der rund 25 Haltestellen zuständig; die geschätzten Kosten von 140 Euro je Haltestelle seien aber »überschaubar«. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre befristet.

Der geplante Neubau eines Sanitärgebäudes am Campingplatz hätte nach Ansicht von Gemeinderatsmitglied Heinrich Riesemann erneut im Gemeinderat beraten gehört. Sein Antrag stieß jedoch nicht bei allen Ratsmitgliedern auf Zustimmung. Zweiter Bürgermeister Michael Kaiser stellte dann auch einen Antrag nach der Geschäftsordnung auf Nichtbehandlung des Antrags seines Ratskollegen Heinrich Riesemann.

Aktuell, so auch Bürgermeisterin Ursula Haas, liege eine konkrete Beschlusslage vor. Der Gemeinderat hatte im vergangenen Dezember die, wenn auch knappe, Entscheidung getroffen, zum geplanten Neubau als Alternative auch eine Sanierungsmöglichkeit untersuchen zu lassen. Zudem ist zur Neubauvariante noch die Kostenberechnung durch das beauftragte Planungsbüro vorzulegen.

Der Antrag des Zweiten Bürgermeisters fand dann die Mehrheit im Gemeinderat, sodass keine weitere Beratung stattfand. Das Thema soll erst weiter beraten werden, wenn die Ergebnisse einer möglichen Sanierung und deren Kosten sowie die Kostenberechnung zum Neubau vorliegen.

In Kürze soll zwischen Tengling und Haus eine Stromverkabelung vorgenommen werden. Für die Gemeinde bietet sich die Möglichkeit, im Zuge der Grabungsarbeiten eine Druckleitung mitverlegen zu lassen. Damit lässt sich eine günstige Möglichkeit für eine Abwasserbeseitigung schaffen, sollte später im Ortsteil Haus eine bauliche Entwicklung realisiert werden können. bk