weather-image
20°

Varianten im Vergleich

0.0
0.0

Tittmoning – Die Salzach im Tittmoninger Becken befindet sich seit Jahrzehnten in einem fortschreitenden Eintiefungsprozess. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein veröffentlicht nun auf seiner Internetseite den Abschlussbericht zur Untersuchung der fünf denkbaren Sanierungsvarianten, zwei davon mit Wasserkraftnutzung. Dort stehen die »Stärken und Schwächen der Varianten objektiv gegenüber«, heißt es in einer Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamts.


Neben flussbaulichen Aspekten und Fragen der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt die Untersuchung besonders auch ökologische Gesichtspunkte, da es sich um ein Natura-2000-Gebiet handelt. Ziel des Vergleichs ist es, die beste Variante für die Sanierung der Salzach zu finden. Eine Entscheidung setzt eine Einigung zwischen den beteiligten Landesregierungen und Ministerien in Österreich und Bayern voraus. Die Gesamtkosten für die öffentliche Hand bei einer zehnjährigen Bauzeit betragen je nach Variante zwischen 70 und 100 Millionen Euro.

Anzeige

Ziel einer Sanierung ist es, der fortschreitenden Flussbetteintiefung Einhalt zu gebieten und das Auensystem wieder zu verbessern. Die Untere Salzach befindet sich seit Jahrzehnten in einem fortschreitenden Eintiefungsprozess, ausgelöst durch die Regulierung der Salzach ab 1820, mit der man eine eindeutige Staatsgrenze schaffen und die Salzach für die Schifffahrt ausbauen wollte.

Die Salzach hat durch die Begradigung im Lauf der Zeit den ursprünglich vorhandenen Kies über dem stark erosionsempfindlichen Seeton weitgehend abgetragen. Dadurch besteht die Gefahr eines Sohldurchschlags mit drastischen Folgen für ufernahe Häuser, vorhandene Infrastruktureinrichtungen wie Brücken und Hochwasserschutzdämme. Zudem bedroht die einhergehende Grundwasserabsenkung die Ökologie der Aue. fb