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Vachendorfer Dorfladen war Thema im Gemeinderat

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Foto: pixabay/Symbolbild

Vachendorf – Um das Projekt Dorfladen ist es in der jüngsten Sitzung des Vachendorfer Gemeinderats gegangen. Der Geschäftsführer der Leader-Aktionsgruppe Chiemgauer Alpen, Kolja Zimmermann, zeigte Möglichkeiten auf, das Projekt durch das Leader-Programm fördern zu lassen.


Der Manager bestätigte, dass es beim Dorfladen gute Ansätze gebe, die man übernehmen könne.

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Leader ist ein erfolgreiches Programm der Europäischen Union zur Stärkung des ländlichen Raums. In Vachendorf sah Zimmermann auch über die gemeinsame Konzeptionierung des Dorfladens hinaus mehrere Fördermöglichkeiten. Dabei nannte er zum Beispiel die Umsetzung der bestehenden Wanderregion Chiemgauer Alpen, die Gestaltung von »Lieblingsplätzen« sowie die Schaffung eines Vereinsheims beziehungsweise von Treffpunkten im Ortskern.

Thomas Müller, dessen Unternehmen den Dorfladen in Vachendorf nach der Schließung des Edeka-Geschäfts betreibt, erklärte, er habe sich spontan entschlossen, den Dorfladen aufzumachen. Und dieser werde bereits gut angenommen. Bei warmen Brotzeiten und Kaffee würden sich die Leute aus dem Ort austauschen.

Workshop zum Ausbau des Dorfladens geplant

Bürgermeister Rainer Schroll bestätigte, dass der Dorfladen gut angelaufen sei. Jetzt gehe es darum, ihn weiter auszubauen. Nun sei zu klären, was Leader dazu beitragen könne. Er schlug einen Workshop vor, in dem Mitglieder des Gemeinderats und Vachendorfer Bürger vertreten sind.

Erneut ging es in der Sitzung um den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan »Östlich der Hauptstraße«. Der Bürgermeister sagte dazu, die Gemeinde wolle nicht, dass im Ortskern die Läden verschwinden. Dass Läden schlecht zu vermieten seien, könne für den Gemeinderat kein Argument sein. Städtebauliches Ziel sei es vielmehr, die Läden zu erhalten. Ein Problem sei auch der Schutz der Bewohner vor Emission durch den Verkehr auf der Staatsstraße.

Der anschließende Erlass einer Veränderungssperre an der Hauptstraße war nach den Worten des Bürgermeisters die Folge, weil dem Gemeinderat ein Bauantrag zum Umbau von zwei Läden und einer Werkstatt zu je einem Appartement sowie die Nachlegalisierung einer Wohnung vorliegt. Der Bauantrag sei im vergangenen Jahr zurückgestellt worden, weil die Nutzungsänderung immense Nachteile mit sich bringe. Der Gemeinderat erteilte dem Bauherrn deshalb keine Ausnahme von der Veränderungssperre und lehnte ihn ab.

Geschäftsleiter Andreas Schultes stellte anschließend den Entwurf einer Straßenausbaubeitragssatzung vor. Die Gemeinde habe sich weitgehend an die Vorgaben der Mustersatzung des Städtetags gehalten, die Spielräume des Gesetzgebers bei der Entlastung der Bürger jedoch weitgehend zu deren Gunsten ausgeschöpft. Die Gemeinde Vachendorf komme nicht aus, diese Satzung zu erlassen, meinte Schultes.

Bürgermeister Schroll ergänzte, dass die Gemeinde dabei auf die Mindestsätze für die Bürger gehe. Ungerechtigkeiten werde es in der Zukunft immer geben. Nachdem auf Anregung von Marlies Kruse noch ein paar kleine Änderungen in der Satzung vorgenommen worden waren, stimmte der Gemeinderat der Satzung einstimmig zu.

Haus der Dorfgemeinschaft: Grünes Licht für Bau

Wegen des vorzeitigen Baubeginns fasste der Gemeinderat auf Anregung der Regierung von Oberbayern einen Grundsatzbeschluss, dass die Gemeinde das Haus der Dorfgemeinschaft bauen will, den Kostenplan von 1,44 Millionen Euro genehmigt und mit den finanziellen Folgen vertraut ist. Die Regierung von Oberbayern stellt einen Zuschuss von 60 Prozent in Aussicht. Bjr