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»Unzählige Menschen stiften Hilfe«

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Die Festrede beim zehnten Stiftungsfest der Diakonie im Achental hielt Dr. Günter Breitenbach (rechts), Vorsitzender der Rummelsberger Diakonie. Auf unserem Bild schaute er sich mit Hans-Jürgen Rippler (Mitte) und Diakon Michael Soergel die Ausstellung des Bildhauers Andreas Kuhnlein an. (Foto: Giesen)

Marquartstein. Mit einem großen Aufgebot an Festgästen feierte die Stiftung Diakonie Achental ihr zehntes Stiftungsfest. Zu diesem Anlass eröffnete der Stiftungsvorsitzende Hans-Jürgen Rippler eine neue Ausstellung mit »Menschensbildern« des Unterwössener Bildhauers Andreas Kuhnlein, der auch schon beim ersten Stiftungsfest einige seiner Werke ausgestellt hatte.


In der evangelischen Kirche und im gesamten Gemeindezentrum bewunderten die Besucher die lebensgroßen Figuren, die der Künstler mit der Motorsäge gefertigt hatte. Eine schöne Kunstmappe mit den Bildern der Skulpturen von Andreas Kuhnlein und Interpretationen lag aus, deren Reinerlös der Stiftung Diakonie im Achental zukommt.

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Zum Stiftungsfest gekommen war auch eine große Delegation aus der evangelischen Partnergemeinde aus Siofok, Ungarn, mit ihrem Pfarrer Gabor Lambert. Die Festrede hielt der Vorsitzende der Rummelsberger Diakonie, Pfarrer Dr. Günter Breitenbach. Er gratulierte zu der intensiven diakonischen Arbeit, die von der evangelischen Gemeinde nicht erst seit zehn Jahren betrieben wird, da bereits 1991 der Freundeskreis Diakonie gegründet worden war. Das besondere Engagement im Achental werde auch im Diakonischen Werk Bayern gesehen, wo die evangelische Gemeinde im Achental kürzlich den zweiten Preis beim bayernweiten Wettbewerb »Unser Diakonieverein macht Sinn« gewonnen hatte. Seit 2003 unterstütze die Stiftung die Diakonenstelle. »Eine gewaltige Anstrengung«, sagte Breitenbach, wobei er »mit besonderer Bewunderung« auf Hans-Jürgen Rippler sehe, der von Anfang an Vorsitzender der Stiftung war. Erste Diakonin der evangelischen Gemeinde war seit 1997 Regina Reymann, gefolgt von Diakon Michael Soergel seit 2003. Eine diakonische Gemeinde stehe niemals allein da, erklärte der Rektor der Rummelsberger Diakonie, sie verstehe sich immer als Teil des diakonischen Handelns im Dekanatsbezirk. Das meiste Diakonische geschehe jedoch, ohne dass irgendwer an das Diakonische denke – nämlich im tätigen Bemühen um den Nächsten. Breitenbach zitierte auch die Regionalbischöfin Susanne Breit- Keßler, die in ihrem Grußwort an die Stiftung Diakonie im Achental geschrieben hatte, »die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Marquartstein hat einen Ruf: sie geht nicht stiften, sondern unzählige Menschen stiften Hilfe«.

Nach der Pause mit einem reichhaltigen, von Klaus Heuberger liebevoll hergerichteten, bayerisch-ungarischen Buffet gab Hans-Jürgen Rippler den Stiftungsbericht über die Entwicklung der Finanzen im vergangenen Jahr. Ende 2012 hatte sich das Grundstockvermögen der Stiftung um rund 5000 Euro auf 136 200 Euro erhöht. Für Projekte wie die Diakonenstelle wurden weitere 3500 Euro gespendet. Die Harfenistin Marlies Hell umrahmte den Abend mit Volksstücken. Vor dem geselligen Teil des Abends sangen alle Besucher gemeinsam »Großer Gott wir loben dich«. Die Ausstellung mit den Skulpturen von Andreas Kuhnlein ist noch bis 6. Januar zu sehen. gi

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