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Unvergessliche »Moments« am Chiemsee-Ufer

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Zauberhafte Momente erlebten die Teilnehmer des »Moments-Festivals« am Seebrucker Chiemsee-Ufer. (Foto: Benekam)

Seeon-Seebruck – Drei große Bühnen, einfach aber kreativ gestaltet: »Seebühne«, »Fuchsbau« und direkt neben den Toilettenanlagen »zum Donnerbalken«. In den Uferweiden des Chiemsee-Strandbads hängen riesige Traumfänger. Darunter steht ein langer Tisch mit bunten Blumen, die man zu Flower-Power-Haarschmuck »verbasteln« kann. Direkt am Ufer steht ein Holz-Logo, das sich im Chiemsee spiegelt: »Moments«.


Immer mehr Gäste fanden sich auf dem Festivalgelände ein: Das erste »Moments-Festival« stieg bei optimalen Wetterbedingungen. Kleine und größere Grüppchen besiedelten Wiesenflächen, den Kiesstrand am Ufer oder genossen an Biertischen Speisen. Im Focus stand dabei nicht etwa Musik und Abtanzen, saufen und konsumieren, sondern viel mehr der »bewusst gelebte Moment im freundlich-achtsamen Miteinander« in traumhafter Naturkulisse. Die Musik von DJs aus der Region und München gab's obendrein.

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Zu Essen gab es ausschließlich regionale Produkte, Wegwerf-Becher oder Plastikteller waren tabu. Stattdessen tranken die Besucher aus kompostierbaren Bio-Bechern und aßen mit Holzbesteck aus Maisstärkenschalen. Zigarettenkippen wurden nicht einfach auf dem Boden entsorgt, sondern in halbierten Tennisbällen, die somit Wiederverwertung fanden. Müll lag auch zu nächtlicher Stunde nirgends rum.

Die Veranstalter wollten ein Zeichen für Nachhaltigkeit und gegen die Wegwerfmentalität setzen. Bernd Söldners Idee, am Chiemsee-Ufer ein »alternatives« Fest mit »elektronisch gehaltener« Musik, mehreren DJs auf drei Bühnen auszurichten, wurde bestens angenommen. Bei einem geschätzten Durchschnittsalter von 25 Jahren fühlten sich offenbar nicht nur die ganz Jungen angesprochen.

»Das freut uns und verwundert uns ein wenig, bei der doch sehr modernen Elektromusik«, betont einer der hauptverantwortlichen Organisatoren, Tobias Schmitt, der mit der Resonanz hoch zufrieden war. »Mit unserer Idee liefen wir offene Türen ein. Es war sehr beeindruckend, auf wie viel Hilfsbereitschaft wir in der Gemeinde gestoßen sind. Bei so viel Unterstützung und tatkräftiger Hilfe konnten wir in einer sagenhaft kurzen Vorbereitungszeit von nur zwei Monaten alle kreativen Gedanken in die Tat umsetzen«, freute sich Schmitt.

In Strandbadbetreiber Sebastian Mayerhofer habe man den optimalen Kooperationspartner gefunden. Der traumhafte Sonnenuntergang über dem Chiemsee tat ein Übriges dazu. Ein Konzept, das aufgeht mit positiven »Moments«. bene