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Untreue bei Katek

Grassau. Der ehemalige Betriebsleiter des Grassauer Elektronikherstellers Katek und die mit ihm verheiratete Chefbuchhalterin sind wegen Untreue mit Millionenschaden zu je fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Strafmaß des Münchner Landgerichts liegt um je sechs Monate unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Die Verteidigung hatte Freispruch beantragt und wird das Urteil vom Freitag voraussichtlich anfechten. Nach Auffassung der Anwälte wurde in der gut einjährigen Verhandlung kein einziger Punkt der Anklage nachgewiesen. Die Angeklagten verzichteten auf ein Schlusswort; sie hatten auch während des Prozesses geschwiegen.

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Die Angeklagten sollen unerlaubt hochriskante Spekulationsgeschäfte getätigt und Bilanzen gefälscht haben. Staatsanwalt Thomas Böx hatte in seinem Plädoyer von gut sieben Millionen Euro Gesamtschaden gesprochen.

Gegen eine weitere Buchhalterin trennte das Landgericht München das Verfahren ab, um Beweisanträgen der Verteidigung nachzugehen.