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Unterwössner Schülerfilm errang den Landessieg

Mit »Das fiese Orakel und der fatale Wunsch« haben die jungen Unterwössner Filmschaffenden die Auszeichnung als Landessieger und den Förderpreis des bayerischen Kultusministers Ludwig Spaenle errungen.

Zuvor hatte schon die Unterwössner Bevölkerung den im März uraufgeführten Film der damals siebten Mittelschulklasse begeistert aufgenommen. Doch die Geschichte, wie Unterwössner Schüler den geplanten Abriss ihrer Grundschule mit einer lebendigen Mischung aus Laptop, Lederhose und spirituellem Zauber abwenden und sich dazu mit der Landesregierung anlegen, kommt offensichtlich auch bei Zuschauern ohne Ortsbezug bestens an.


Mit ihrer fünfunddreißigjährigen Tradition sind die Filmtage Bayerischer Schulen das älteste Festival seiner Art in Deutschland. Schüler quer durch sämtliche Schularten im gesamten Freistaat reichten rund 100 Videokurzfilme ein. Das macht die Filmtage zum wichtigsten Forum der regen bayerischen Schulfilmszene. Das Filmspektrum ist breit gefächert: Es reicht vom Spielfilm über den Trickfilm über Dokumentarisches bis hin zu eher experimentellen Arbeiten. Anders als bei den meisten einschlägigen Festivals gibt es keinen ersten, zweiten, dritten Preis. Wohl aber werden besonders gelungene Streifen von einer Jury für einen der begehrten Förderpreise ausgewählt. Und auch die Zuschauer wählen ihren Favoriten für den Publikumspreis.

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Sieben junge Filmschaffende der Mittelschule Unterwössen, Dirndln und Buam, hatten sich am vergangenen Freitag nach Gerbrunn aufgemacht, den Film bei den Filmtagen zu präsentieren. Begleitet wurden sie von der Lehrerin Christina Stockhammer und Schulrektor Otto Manzenberger. Nötig wären die beiden Lehrer nicht gewesen, denn erstaunlich selbstbewusst und sicher stellten die jungen Künstler das Werk dem großen Auditorium vor und beantworteten die zahlreichen Fragen.

Dass ihr Film dann letztlich bei der Preisverteilung als Landessieger in ihrem Bereich ausgezeichnet wurde und den Förderpreis des bayerischen Kultusministers erhielt, erfuhren sie erst, als sie schon wieder zu Hause waren. Umso größer war die Freude, als Schulrektor Manzenberger jetzt das offizielle Ergebnis bekannt gab. lukk