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Unterwössner Kirtamarkt ein Besuchermagnet

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Auf großes Interesse stieß der Stand des Goaßlmachers, der auch Messer zur Tracht mitgebracht hatte. (Foto: Flug)

Unterwössen – Die Begeisterung stand tausenden Besuchern und den Ausstellern des Unterwössner Kirtamarkts ins Gesicht geschrieben. Verantwortlich war vor allem traumhaftes Herbstwetter, das dazu einlud, länger zu verweilen. Die meisten Stände der rund 70 Aussteller waren sehr liebevoll hergerichtet und boten alles andere als alltägliche Waren.


Geselchtes, kräftige Wurstwaren und Käse, kistenweise frische Äpfel glichen einem Südtiroler Angebot. Der Goaßlmacher hatte auch ein Sortiment an Messern zur Tracht mitgebracht. Viele Männer suchten seine Fachkunde, verabredeten sich für die nächste Zeit in seiner Werkstatt. Der Glasbläser war dicht umlagert, wenn er mit äußerstem Geschick unter der Brennerflamme buntes Glas in runde Formen brachte. Viele Holzschnitzer mit ganz unterschiedlichem Stil und Material stellten aus, für jeden Geschmack hatten sie etwas dabei. Töpferwaren, Gestricktes und Gesticktes gab es mehrfach. Der Gamsbartbinder präsentierte sein Angebot den neugierigen Kunden. Auch Schmuck zur Tracht oder zu anderen Anlässen freute die Betrachter und Käufer. Und überall gab's Deko für die heimischen vier Wände.

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In den frühen Stunden sahen die Anbieter noch skeptisch drein. Die Menschen waren vornehmlich unterwegs, um einen Überblick zu bekommen. Am Nachmittag strahlten die Verkäufer angesichts der unzähligen Menschen, die sich an den Ständen vorbei bewegten, viel Zeit mitbrachten und gut kauften.

Wintermützen und -handschuhe waren unter den Wollsachen nicht so gefragt, hochwertige Wollsachen aus Alpaka und Kaschmir liefen sehr gut. Ein Renner waren die aus Stoff gefertigten Brotsackerl, liebevoll mit Spitzen, Stickereien verziert. So spart der Bäcker seine Papiertüte.

Vor allem die Stände mit Schmankerln für den Magen suchten die Leute. Der Steckerlfisch im Kurpark war bald aus, Kaspressknödel waren kurz nach Mittag ausverkauft. Unermüdlich wirbelten die Damen im Stand am Eingang zum Rathausplatz. Mit ihrer Produktion von luftigen, wuchtigen Ausgezogenen wurden sie der Warteschlange aber nie Herr. Die Eltern und Elternbeiräte von Kindergarten und Schule im Rathauseck schufen echte Café-Atmosphäre. Ohnehin hatten sie das Personal gegenüber den Vorjahren kräftig aufgestockt und alle paar Minuten »flogen« neue Tortenkreationen heran, sodass die Auswahl am Kuchenbufett fantastisch blieb. Die Mütter verkauften bärig. Das schöne Wetter begünstigte das Miteinander. Großzügig waren im Dorf Biergarnituren verteilt. Dicht gedrängt standen sie im Kaltschmid-Garten. Da gab gegenüber die Musikkapelle ein Standkonzert. Weiter gestreut standen die Bänke im Kurpark. Da blieben viele Leute sehr lange sitzen und genossen den Nachmittag. Heimische Vereine und Gruppierungen sorgten überall für das leibliche Wohl mit Kürbissuppe, Grill und Getränkeständen. Der Wössner Treff bot gar einen kleinen Star auf. Der konnte kaum über seine Ziach schauen, saß auf einer Kinderbank auf der Terrasse und spielte unermüdlich und zur großen Begeisterung der Gäste, die von ihm nicht genug hören konnten. Und weil es so ein bäriger Nachmittag war, blieben die Leute bis in den Abend sitzen.

Hochzufrieden war am Ende Theresa Schmid. Die Leiterin der Unterwössner Touristinformation organisiert alljährlich diesen Kirtamarkt. lukk