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Unterwössen hat 2013 eine Million Euro investiert

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Unterwössen. »Die Bilanz für 2013 ist ein Beispiel für unser richtiges Handeln« – so lautete das Resümee von Bürgermeister Hans Haslreiter in seiner Weihnachtsansprache während der letzten Gemeinderatssitzung. Als Eckdaten nannte der scheidende Gemeindechef Investitionen von fast einer Million Euro, eine Schuldentilgung von rund einer halben Million Euro und seit fünf Jahren keine Kreditaufnahmen. Nach 18 Jahren als Erster Bürgermeister und zuvor 12 Jahren als 2. Bürgermeister kandidiert Haslreiter bei den kommenden Wahlen nicht mehr.


Eine Portion Wehmut war herauszuhören, als sich der scheidende Rathauschef bei seinen Mitstreitern im Gemeinderat, bei der Verwaltung und vor allem bei seinem »Vize« Barthl Irlinger für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit bedankte. Das Klima im Gemeinderat sei überwiegend gut gewesen.

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»Vieles, aber nicht alles«, sei im vergangenen Jahr erreicht worden, sagte er in seinem Rückblick. Besonders durch den Verkauf des Gemeindegrundstücks in der Ortsmitte habe man einen größeren Schuldenbetrag tilgen und beträchtliche Investitionen realisieren können. Als Beispiele nannte der Bürgermeister die Baumaßnahmen für die Schule und die Mittagsbetreuung sowie für die Ortsdurchfahrt in Oberwössen, die Sanierungen im Straßen- und Kanalnetz, den Kauf von zwei Fahrzeugen für den Bauhof und eines neuen Feuerwehrfahrzeugs sowie die Erweiterung und Umstellung aller Straßenlampen in Unter- und Oberwössen auf Energiesparleuchtmittel.

Ein wichtiges Thema in Haslreiters Rückblick war das Hochwasser am 2. Juni: »Unsere Gemeinde ist gottlob größtenteils verschont geblieben. Der Hochwasserschutz hat bestens funktioniert und uns alle vor größerem Schaden bewahrt. Allerdings waren unsere Landwirte auf ihren Flächen zum Teil stark betroffen, wofür es Soforthilfen vom Staat gab.«

Schwer sei der Abschied von Pfarrer Wernberger vor wenigen Wochen gefallen, gestand der Rathauschef. Der neue Pfarrer Martin Straßer habe seinen Dienst bereits angetreten und werde Leiter des neu zu gründenden Pfarrverbands.

»Das ausgeprägte Dorfleben ist bei uns einmalig«, stellte der Bürgermeister stolz fest. Ob im sportlichen, sozialen oder kulturellen Bereich, in der Brauchtumspflege oder beim Organisieren von Festen, es werde viel auf ehrenamtlicher Basis geleistet. Haslreiter zitierte in diesem Zusammenhang den ehemaligen Bundespräsidenten und Neubürger von Unterwössen, Horst Köhler, der bei mehreren öffentlichen Auftritten in der Region »die Bodenständigkeit und das kulturelle Dorfleben in seiner zweiten Heimat« gelobt hatte.

In Anlehnung an die christliche Herbergssuche in der Weihnachtszeit richtete der Bürgermeister den Appell an die Bürger, den 49 Asylbewerbern in Oberwössen unvoreingenommen zu begegnen und sie in den Alltag zu integrieren. Auch 2014 werde man nach Haslreiters Worten die Hände nicht in den Schoß legen. Geplant seien die Dorfsanierung im Bereich Friedhof und Dorfstraße, die Entwässerung in Hinterwössen und die Fortführung der Kanalsanierung.

Zweiter Bürgermeister Irlinger dankte Haslreiter für dessen großes Engagement für die Gemeinde: »Obwohl auf der Zielgeraden, legt unser Bürgermeister einen rasanten Endspurt hin.« bvd